Verstärkung für die Flüchtlingshilfe der Mündener Diakonie

Sarah Martin, Ansprechpartnerin der Flüchtlingshilfe unter dem Dach der Diakonie.

Sarah Martin ist neue Mitarbeiterin der Flüchtlingshilfe unter dem Dach der Mündener Diakonie.

Hann. Münden. Die Flüchtlingshilfe des Diakonischen Werk Hann. Münden mit Sitz im Geschwister-Scholl-Haus hat nach wie vor viel zu tun. Deshalb wurde nach dem Ausscheiden von Birgit Sommer im Oktober vergangenen Jahres umgehend eine Nachfolgerin gesucht und mit Sarah Martin gefunden. Die studierte Sozialwissenschaftlerin wird mit einer vollen Stelle ab sofort ihren Kollegen Nick Stucke unterstützen. "Meine Aufgaben sind die Beratung und Begleitung von Geflüchteten im Zuge von Asylverfahren und Integration. Zudem kümmere ich mich um die Koordination Ehrenamtlicher, die im Ökumenischen Integrativkreis aktiv sind und auf die Bildung von Kooperationen", informiert Martin.

Vielfältige Aufgaben

Etwa 120 Menschen, meist im Alter von 25 bis 40 Jahren, betreuen Martin und Stucke im Altkreis Münden, darunter viele Familien mit Kleinkinder. "Wir helfen bei alltäglichen Dingen, suchen die Menschen entweder zuhause auf oder bieten wöchentlich Sprechstunden an. Wir helfen bei der Vermittlung von Schul- Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen, bei der Wohnungssuche, Familienzusammenführungen, der Beantragung finanzieller Hilfe, der Behandlung von Traumata oder beim Belegen von Sprachkursen", so die 31-Jährige weiter. Auch bei rechtlichen Fragen, würde man Hilfestellungen geben, wie zum Beispiel bei Abschluss überteuerter Handyverträge: "Die Situation der Flüchtlinge, die ihr Smartphone nutzen, um mit der Familie in ihrer Heimat in Kontakt zu bleiben, wird von einigen Anbietern leider oft ausgenutzt. Wir versuchen dann sie aus den Verträgen zu befreien."

Auch wenn der Flüchtlingszustrom in den vergangenen Monaten abgeebbt sei, sieht Martin die Flüchtlingsberatung dennoch als notwendig an. Verschiedene Angebote, darunter viele Treffs, die für den Austausch untereinander und mit Mündener Bürgern sorgen, würden sehr gut angenommen. Zudem würden immer wieder Fragen auftauchen, die sich um alltägliche Dinge, wie zum Beispiel die Mülltrennung, drehen.Die Kommunikation erfolge in den meisten Fällen auf Englisch, aber auch mit Hilfe von Dolmetschern: "Manchmal gelingt es auch mit Händen und Füßen. Es gibt mittlerweile aber auch viele Geflüchtete, die Deutsch sprechen können, aber sich noch nicht richtig trauen. Deshalb müssen wir für möglichst viele Begegnungen sorgen, denn die Sprachbarriere ist das größte Hindernis bei der Integration", so die Baunatalerin.

Übrigens hat die Flüchtlingshilfe auch ein offenes Ohr für Fragen, Anregungen oder aber Beschwerden von Mündenern, die in Zusammenhang mit der Integration stehen. Meist lassen sich Ärger oder Missverständnisse mit einem Gespräch aus der Welt schaffen.

Die Kosten für Martins Stelle übernimmt, ebenso wie bei Nick Stucke, der Landkreis Göttingen. Sie ist zunächst bis zum 30. Juni 2018 befristet. Kontakt zu Sarah Martin gibt es unter 05541-7019022 oder sarah.martin@kirchenkreis-muenden.de

Kooperationen mit der Diakonie

Folgende Angebote gibt es in Hann. Münden in Kooperation mit dem Diakonischen Werk:

-  Sprechstunde der Diakonie; jeden Donnerstag von 15 bis 16.30 Uhr in den Räumen der Diakonie, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 2 (2. Stock).

-  Café International; jeden 1. Freitag im Monat von 16 bis 18 Uhr im Corvinushaus, Ziegelstraße 16. Hier können die Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen Kontakte knüpfen, Sprache fördern, Gesellschaftsspiele spielen oder Themenvorträgen lauschen.

- Refugee-Law-Clinic; startet am 24. Januar, 18 Uhr, in den Räumen der Diakonie, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 2 (2. Stock). Hier beraten angehende Juristen der Uni Göttingen in Rechtsfragen.

-  Babytreff; immer dienstags von 10 bis 12 Uhr im PACEntro, Ziegelstraße 44.

-  Nähcafé; immer mittwochs von 15.30 bis 17.30 Uhr im Bürgertreff, Ziegelstraße 56. Ausschließlich für Frauen. Nähmaterialien werden gestellt. Eine Kinderbetreuung ist möglich.

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