Viel Frauenpower rund ums Schloss – Hann. Münden ist nun offiziell Frauenort

Hann. Münden. Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg (1510-1558) hätte am Samstag sicherlich ein Lächeln auf den Lippen gehabt, wenn sie ges

Hann. Münden. Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg (1510-1558) hätte am Samstag sicherlich ein Lächeln auf den Lippen gehabt, wenn sie gesehen hätte, dass Hann. Münden durch ihr dortiges Wirken zum Frauenort geworden ist. Denn die Dreiflüssestadt wurde am Wochenende offiziell von Cornelia Könneker, der Vorsitzenden des Landesfrauenrates Niedersachsen und der Geschäftsführerin Antje Peters zum "Frauenort Herzogin Elisabeth" ernannt.

Durch die Auszeichnung soll das Leben und Wirken bedeutender, historischer Frauenpersönlickkeiten einen festen Platz von kulturhistorischen Angeboten erhalten.

Im Rittersaal des Welfenschlosses und im Schlosshof fand die Eröffnungsveranstaltung unter dem Motto "gezeiget, gekostet, gelesen … buntes Allerlei mit Tanz und Spezereien" statt.

Mit dem Eröffnungsevent sollte nochmal der Lebensweg dieser besonderen Frau vermittelt werden und zugleich den Besuchern einen Blick zurück in die Zeit der Reformation und das Leben bei Hofe gegeben werden. Und so gab es zahlreiche Akteure in historischen Kostümen, darunter auch Herzogin Elisabeth, die von Stadtführerin Renate Tackmann dargestellt wurde. Sie und die Städtische Gleichstellungsbeauftragte Karola Schwigon führten durchs Programm. Darunter eine Filmvorführung, Gesang und Tanz von der Gruppe "Resoldo Milare", einer Lesung von Elisabeth-Roman-Autorin Eleonore Dehnerdt, die auch Ideengeberin zur Frauenort-Bewerbung war und mehr.

Im Schlosshof gab es Produkte rund um Elisabeth und einen Fensterklatsch der Stadtführerinnen.

"Wir Mündener sind stolz auf unsere welfische Vergangenheit und vor allem auf das besondere Wirken von Herzogin Elisabeth, die als Regentin eine herausragende Persönlichkeiten der Renaissance war", sagte Mündens Bürgermeister Klaus Burhenne bei der Eröffnungsrede, der sich beim Landesfrauenrat Niedersachsendafür bedankte, dass die Dreiflüssestadt zum Frauenort gewählt wurde.

Der 13. Frauenort in Niedersachsen

"Dass Hann. Münden zu 13. Frauenort in Niedersachsen gewählt werden konnte, ist einer Gruppe von Frauen zu verdanken die mit mitreißender Energie ein Programm zusammengestellt haben, dass unsere Stadt zu einem außergewöhnlichen Frauenort wird", so Burhenne weiter. Karola Schwigon (Gleichstellungsbeauftragte, Renate Tackmann (Stadtführerin und Elisabeth-Expertin), Dr. Karin Gille-Linne (Historikerin und "Event-Managerin"), Susanne Rieke-Scharrer (Diakonin der ev.-luth. Stadtkirchengemeinde) und Julia Bytom (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Stadt Hann. Münden) – diese Frauen haben unsere Residenzstadt zum Frauenort herausgeputzt", so Burhenne. Die "Frauenpower" der Damen wurde unterstützt von Experten und Institutionen, Helfern und lokalen und überregionalen Sponsoren.

Und wer am Samstag bei der Eröffnungsveranstaltung nicht dabei sein konnte, der kann sich noch auf zahlreichen Veranstaltungen über Herzogin Elisabeth anlässlich des Frauenortes besuchen (siehe Extra-Info).

Weitere Infos zum Thema "Frauenort Herzogin Elisabeth" (Hann. Münden): www.hann.muenden.de, www.herzogin-elisabeth.de, www.landesfrauenrat-nds.de

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