Voten für die Heldin des Alltags: Kim Denise Hansmann aus Staufenberg für Leserpreis einer Fernseh-Illustrierten nominiert

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Kim (21) mit der Ausgabe „Auf einem Blick“, in der über ihr Leben berichtet wurde.  

Kim Denise Hansmann lebt seit ihrer Kindheit mit Multipler Sklerose. Eine echte Belastung im Alltag. Trotz aller Widrigkeiten hat die junge Frau ihren Lebensmut nicht verloren.  Nun wurde die Staufenbergerin in der Illustrierten „auf einen Blick“ für die Aktion „Helden des Alltags“ nominiert.

Staufenberg. Kim ist aufgeregt. Gerade ist ein Porträt von ihr in der Fernseh- und Freizeit-Illustrierten „Auf einen Blick“ erschienen. Unter der Rubrik „Helden des Alltags“ spricht die 21-Jährige über ihre Multiple Sklerose-Erkrankung, wie sie ihre ebenfalls an MS erkrankte Mutter pflegte und anderen Betroffenen Mut gibt. MS wird als „Krankheit der tausend Gesichter“ bezeichnet, weil die Krankheitsverläufe unter den Betroffenen unterschiedlich sind.

Nun hat die Kauf-Zeitschrift der Bauer Media Group mit Sitz in Hamburg Kims Geschichte aufgegriffen und sie damit für den Leserpreis nominiert. Das bedeutet, dass Kim die Chance hat im Oktober bei einer Gala in der Hansestadt dabei zu sein, zu der fünf von insgesamt zwanzig Kandidaten eingeladen werden. Wer das sein wird, wird ein Voting und eine Experten-Jury entscheiden. Moderiert wird die Preisverleihung, bei der es für die Kandidaten bis zu 3.000 Euro zu gewinnen gibt, von TV-Moderator Jörg Pilawa. In Ausgabe 34 der Illustrierten wird auf einer ganzen Seite die Krankheit Kims beschrieben, dass sie seit 13 Jahren unter ihr leidet und sie täglich chronischen Schmerzen ausgesetzt ist. Dass sie ihre Mutter Heike (46) jahrelang zu Hause gepflegt und sich um ihren jüngeren Bruder gekümmert hat. Heute ist Kim für einen Pflegedienst tätig und moderiert die Fernsehsendung „yoin“ auf Sport 1.

„Habe Aktion unterschätzt“

„Ehrlich gesagt habe ich die ganze Sache mit der Aktion „Helden des Alltags“ etwas unterschätzt. Bereits im vergangenen Jahr hatte ich Kontakt zu der Zeitschrift, ihn aber wegen des Tods meines Opas abgebrochen. Nun wurde doch über mich berichtet“, freut sich die junge Staufenbergerin. Ob sie in die engere Auswahl, sprich unter die letzten fünf Kandidaten kommt, hofft sie natürlich, denn eine Menge Prominenz wird bei der Gala anwesend sein.

Große Konkurrenz

Doch die Konkurrenz ist groß: „Ein Kandidat hat ein Kind aus einem Fluss gerettet, ein Paar kümmert sich auf dem eigenen Hof um Kranke und eine 94-Jährige hilft Menschen in Not. Jede dieser einzelnen Geschichten ist wundervoll, jeder ist für sich ein Held. Dabei ist das, was ich tue, für mich selbstverständlich. Es ist mein Alltag. Ich sehe mich deshalb gar nicht so als Heldin.“ Natürlich hofft Kim im Oktober auf dem roten Teppich zu stehen und am Gala-Abend Kontakte knüpfen zu können, die sie wiederum für ihre Sache nutzen möchte: „Es ist eine einmalige Chance mit den Promis zu quatschen. Mein Ziel bleibt es die Menschen über MS weiter aufzuklären. Bisher konnte ich das nur im bescheidenen Rahmen meiner Möglichkeiten tun. Vielleicht bekomme ich so eine größere Plattform dafür und kann die Reichweite meiner Botschaft erhöhen und noch mehr Menschen erreichen“, überlegt die junge Frau.

Und wer würde Kim zur Gala begleiten? „Mein bester Freund Kevin, denn Papa hat schon abgelehnt. Für ihn wäre das zu aufregend.“

Extra-Info: Über die Krankheit

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche, neurologische Erkrankung mit unterschiedlichen Verlaufsformen. Bei ihr werden Gehirn und Rückenmark angegriffen. Die genauen Ursachen dieser Erkrankung sind trotz großer Forschungsanstrengungen noch nicht geklärt. Sehstörungen mit Minderung der Sehschärfe und Störungen der Augenbewegung sind typisch, aber nicht spezifisch für die multiple Sklerose. Der Schweregrad der Behinderungen des Patienten wird häufig anhand einer Skala angegeben. Die Krankheit ist nicht heilbar, jedoch kann der Verlauf durch verschiedene Maßnahmen oft günstig beeinflusst werden. Entgegen der landläufigen Meinung führt die multiple Sklerose nicht zwangsläufig zu schweren Behinderungen.

So kann man voten

20 Kandidaten, die unentgeltlich Tolles leisten, wurden bei der Aktion „Helden des Alltags“ vorgestellt. Fünf werden während eines Gala-Abends in Hamburg geehrt. Sie haben die Chance auf einen vierstelligen Geldpreis. Wer den bekommt, entschieden „auf einen Blick“-Leser und eine Jury. Abstimmen können aber auch Sie telefonisch unter Telefon 01378-0041- plus die entsprechende Endziffer der einzelnen Protagonisten. Kims Endziffer ist die -19. Alle Kandidaten finden Sie mit einer kleinen Vorstellung auf www.helden-des-alltags.de. Das Voting endet am 11. September.

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