VR-Bank-Vertreter entscheiden über Fusion mit Volksbank Dassel

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Reinhard von Werder (Juehnde), Andreas Fricke (Echte), Christa Bommart (Staufenberg), Fritz Huebner (Einbeck), Ulrich Vollmer (Einbeck), Ernst-Hartwig Spangenberg (Lutterhausen), Friedrich-Wilhelm Reddig (Dassel), Joerg Mueller (Friedland), Dr. Jens Herbort (Hann. Muenden), Arno Homann (Gieboldehausen). Foto: Privat

Dransfeld. Am Montagabend fand in Dransfeld die ordentliche Vertreterversammlung der VR-Bank in Südniedersachsen eG statt. Kernthemen der Versammlung

Dransfeld. Am Montagabend fand in Dransfeld die ordentliche Vertreterversammlung der VR-Bank in Südniedersachsen eG statt. Kernthemen der Versammlung waren die Entwicklung im Geschäftsjahr 2012 und die geplante Verschmelzung mit der Volksbank eG, Dassel.

Die beiden Vorstände der VR-Bank in Südniedersachsen, Folkert Groeneveld und Jens Ripke sind mit den Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr sehr zufrieden: "Bei den Kundeneinlagen setzt sich der Trend der letzten Jahre fort und auch das Kreditgeschäft mit unseren Kunden konnte weiter ausgebaut werden. So lag der Anstieg der Kundenforderungen von 243 Millionen Euro auf 258 Mio. Euro mit zirka 6 Prozent deutlich über den durchschnittlichen Wachstumsraten von 4,4 Prozent aller Volks- und Raiffeisenbanken", sagte Ripke vor den Mitgliedervertretern und zahlreichen Gästen. Die Bilanzsumme der VR-Bank ist gegenüber dem Vorjahr um 3,45 Prozent auf 459,8 Mio. Euro gestiegen. Der Warenumsatz ist von 154,4 Mio. Euro in 2011 auf 155,8 Mio. Euro im vergangenen Geschäftsjahr gestiegen. Die abermals gute Ernte in 2011, die im Wesentlichen erst im Berichtsjahr vermarktet wurde, hat zu einem stabilen Wertumsatz bei einem Mengenaufkommen von rund 225.000 Tonnen geführt. Der Jahresüberschuss ist von 1,8 Mio. Euro in 2011 auf 4,9 Mio. Euro in 2012 gestiegen. Auch für das laufende Geschäftsjahr stellten beide Vorstände positive Entwicklungen in Aussicht.

Der Vorstand schlug den Mitgliedervertretern eine Dividende von 7 Prozent für die gezeichneten Geschäftsanteile vor. Der Beschluss wurde einstimmig angenommen.

Im Anschluss an die Präsentation der Geschäftszahlen folgte ein Blick auf die gegenwärtige Situation durch Folkert Groeneveld. "Einige Länder haben viel dazu lernen müssen und dies zum Teil sehr schmerzlich. Nachdem zu Beginn nur Symptome durch die Regierungen behandelt wurden, baut man jetzt systematisch an Fire-Walls, damit die eigentlichen Brandherde bekämpft werden", begann Groeneveld seine Ausführungen. "Wir haben uns 2012 mit aller Kraft gegen den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Haftungsverbund der nationalen Sicherungssysteme gewehrt", so Groeneveld und erinnerte an dieser Stelle an die genossenschaftliche Einlagensicherung, die das Ersparte zu 100 Prozent und bis zu jeder Summe schützt und an den Genossenschaftssektor, der als einzige Bankengruppe in den Krisenjahren ohne staatliche Hilfe ausgekommen ist.

Im weiteren Verlauf kam es zur Abstimmung über die Verschmelzung mit der Volksbank eG Dassel. "Die Fusion mit der Volksbank eG Dassel bietet für beide Genossenschaften große Chancen", so Groeneveld. Die gemeinsame Genossenschaft wurzelt in regionaler Einbindung unverändert in der Verbundenheit ihrer angestammten Geschäftsgebiete. Bereits heute gibt es insbesondere im Warengeschäft Überschneidungen der Geschäftsgebiete. So liegt das Warenlager in Edemissen und die Tankstelle in Dassel in unmittelbarer Nähe des Warenstandortes der VR-Bank in Markoldendorf. Zusammen mit den vier Bankstellen in Dassel, Edemissen, Sülbeck und Lauenberg beschäftigt der Fusionspartner der VR-Bank 31 Mitarbeiter bei einer Bilanzsumme von aktuell 64 Mio. Euro und einem Warenumsatz in Höhe von rund 10 Mio. Euro. Personelle Vakanzen in beiden Genossenschaften und die Herausforderungen der Zukunft, insbesondere der ordnungspolitischen Druck auf kleinere Kreditinstitute, haben die Genossenschaften den gemeinsamen Weg in eine Verschmelzung beschreiten lassen.

In der Vertreterversammlung wurde der vom Aufsichtsrat und Vorstand beider Kreditinstitute ausgearbeitete Fusionsvertrag im Detail vorgestellt. Die im Nachgang durchgeführte Abstimmung durch die Vertreter der VR-Bank in Südniedersachsen ergab ein klares Ergebnis. Die Vertreter stimmten einstimmig zu. Auch die Generalversammlung der Volksbank Dassel hat mit 84 Prozent der Stimmen ein klares Votum für die Fusion mit der VR-Bank in Südniedersachsen abgegeben. Bei dieser Fusion vereinen sich zwei Genossenschaftsbanken, die sowohl im Bankgeschäft als auch im Warengeschäft tätig sind.

Die Aufsichtsratsmitglieder Andreas Fricke, Jens Geyer und Wolfgang Tartz, die satzungsgemäß in diesem Jahr ausgeschieden wären, wurden wiedergewählt. Außerdem wurden Fritz Hübner aus Einbeck, der viele Jahre als Vorsitzender im Aufsichtsrat in Dassel fungiert hat, Friedrich-Wilhelm Reddig aus Dassel und Ulrich Vollmer, jetziger Aufsichtsratsvorsitzender aus Einbeck, für den Bereich der Volksbank Dassel hinzugewählt. Somit hat die VR-Bank in Südniedersachsen jetzt 14 Aufsichtsratsmitglieder (siehe Foto unten).

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