Das Wahrzeichen ist (fast) fertig

Dr. Manfred Albrecht, Vorsitzender der Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze (li.) mit Kunstschmied Dieter Vetter, der die Balkongitter, die ehemals vom Mündener Schlossermeister Hampe meisterlich gebaut wurden, renovierte.
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Dr. Manfred Albrecht, Vorsitzender der Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze (li.) mit Kunstschmied Dieter Vetter, der die Balkongitter, die ehemals vom Mündener Schlossermeister Hampe meisterlich gebaut wurden, renovierte.

Tillyschanze: Förderverein blickt auf dritten und letzten Abschnitt der Sanierung zurück.

Hann. Münden. Die Renovierungsarbeiten an der Tillyschanze sind beinahe beendet. Die Spezialfirma Preiße und Rätsch aus Weimar war im letzten Abschnitt maßgeblich an den Renovierungsarbeiten beteiligt. Zunächst wurde der Turm von Gerüstbaumeister Peter Offik und seinen Mitarbeitern eingerüstet. Der umhüllte Turm bestimmte im Sommer das Erscheinungsbild von der Stadt her. Offik stellte das Gerüst mietfrei zur Verfügung.Die Verfugung des Gemäuers erfolgte, der Regenwasserablauf von den Balkonen wurde optimiert und auf der Zinne wurden marode Steine ausgetauscht.Der Mündener Kunstschmied Dieter Vetter renovierte die Balkongitter, die ehemals vom Mündener Schlossermeister Hampe meisterlich gebaut wurden. Mitarbeitern der Firma Stemmer entrosteten sie als Spende für die Tillyschanze. Auch die Lackierung und der Einbau erfolgte zu einem wahrlichen Freundschaftspreis. "Ein tolles Beispiel für das Engagement von Mündener Bürgerinnen und Bürgern", erklärt Manfred Albrecht, Vorsitzender der Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze. Bernhard Schäfer, Norbert Offik, Karlheinz Lehnhardt und Albrecht nutzten die Turmeinrüstung, um die acht Fenster des Turmes von außen zu entrosten, neu zu lackieren und zu reinigen.

Eine neue Blitzableiteranlage schützt nun den Turm vor Blitzeinschlag. Bautenschutz Scheurer aus Kassel war hier tätig. Endlich ist auch eine Stromleitung bis zur Turmspitze installiert: Die Firma Spanholtz verlegte ein Kabel in den Fugen nach oben. So konnte auch eine Leuchtkugel an der Turmspitze vom Verein angebracht werden, eine Spende von der VR-Bank Südniedersachsen.

Spenden bewahrten vor einer Zwickmühle

Nun reichte das Geld entweder für die gesamte Verfugung des Turmes oder für die notwendige Auffüllung der zutage getretenen Hohlräume in der Turmspitze. Für beide Maßnahmen ist eine Einrüstung des Turmes erforderlich. Es drohte eine neue Einrüstung in 2015, dies hätte die Renovierungsmaßnahmen unnötig verteuert. Auf einen eiligen Spendenaufruf war die Resonanz so groß, dass beide Maßnahmen noch durchgeführt werden konnten. Mehrere 100 Liter Leichtbau-Beton wurden durch zahlreiche Bohrungen in der Turmspitze unter Druck eingebracht, die Verfugung zu Ende geführt."Das Podest an der Turmspitze wurde abgebaut und eine neue Aussichtsplattform eingebaut, der Durchlass wird im Winter verschlossen und das Wasser über Abflüsse abgeleitet. So läuft im Winter kein Wasser mehr in den Turm und der Frost kann hier keinen Schaden mehr anrichten. Die VR Bank Südniedersachsen  unterstützt das Podest mit 5.000 Euro", informiert Albrecht.Neue Geländer wurden aus Sicherheitsgründen zwischen den Zinnen des Turmes eingebaut, das Tor zur neuen Holzbrücke von Zimmermeister Schuldes mit seinen Schülern von der BBS mit Eichenbohlen verbunden. Somit wird das Tor stabilisiert. Hauptanteil an den Kosten der Sanierungsmaßnahmen trägt die Stadt Hann. Münden. "Aus Mitteln der Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze  standen 38.000 Euro zur Verfügung – ein unglaublicher Betrag. An dieser Stelle herzlichen Dank an die zahlreichen Spenderinnen und Spender. Die Vereinsmitglieder haben unermüdlich gesammelt, auf zahlreichen Ständen und Festen. Und es geht weiter: nächstes Jahr stehen noch zwei kleinere Maßnahmen an. Einige Vernadelungen im Inneren des Turmes und  Verfugungen an der Bastionsmauer. Der Turm und der Anbau sind außen fertig renoviert für die nächsten Generationen und die zahlreichen Besucher", berichtet Albrecht stolz.Schmuck stehe die da hoch über Hann. Münden, die alte Dame Tillyschanze und werde  jede Nacht erleuchtet hoch über der Stadt, um ihre Schönheit zu zeigen. Im Jahr 2015 stehen noch Renovierungsarbeiten an der Turmspitze und der Innenturmtreppe sowie an der Bastionsmauer an, die Mittel im unteren fünfstelligen Eurobereich erfordern. Ferner soll die restliche Bastionsmauer neu verfugt werden.

Wildschweingrillen Ende Januar

Als weiteres High-Light in 2015  werde laut Albrecht der untere Zickzackweg in seinem alten Verlauf wieder hergestellt. Fleißige Mitarbeiter der Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigung (GAB) haben schon Monate lang am Hang gearbeitet. "Ein dickes  Dankeschön gilt allen Unterstützern. Wir sehen uns alle am 31. Januar ab 11 Uhr zum Wildschweingrillen an der Tillyschanze", freut sich Albrecht.

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