Das war's für die IGS - dafür Gymnasialzweig in Dransfeld?

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Hann. Münden. Das Ergebnis der Elternbefragung zu einer müglichen Integrierten Gesamtschule (IGS) zeigt es deutlich: Die vom Land Niedersachsen anvi

Hann. Münden. Das Ergebnis der Elternbefragung zu einer müglichen Integrierten Gesamtschule (IGS) zeigt es deutlich: Die vom Land Niedersachsen anvisierte Schülerzahl von mindestens 120 werde in den nächsten zehn Jahren bei weitem nicht erreicht. Laut Prognose, die jetzt im Kreistag vorgestellt wurde, würden dafür in den kommenden Jahrgängen zwischen 30 und 60 Schüler fehlen. Die Zahlen stammen aus einer Befragung von Grundschuleltern im Einzugsgebiet (die MÜNDENER RUNDSCHAU berichtete).

Nun Oberschule mit Gymnasialzweig in Dransfeld?

"Der Elternwille wird - der Gesetzeslage entsprechend - respektiert. In Hann Münden wird es keine Vorbereitungen zur Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule geben", so der Schulpolitische Sprecher der Grünen im Kreistag, Norbert Hasselmann. "Zwar wäre eine solche Schule in Münden lebensfähig, wenn das Land vierzügige Gesamtschulen gestatten würde, aber sie entspräche nicht der Schule, die von der Mehrheit der Mündener Eltern gewünscht ist. Das ist nach unserer schulpolitischen Idealvorstellung zwar bedauerlich, aber zur Zeit nicht zu ändern. Überrascht war unsere Fraktion von dem massiven Widerstand gegen die IGS, die aus vielen Richtungen den Befürwortern der Gesamtschule entgegenschlug. Besonders die massive Einmischung aus den Reihen des Grotefendt-Gymnasiums hatten wir so nicht erwartet."

Einen Stillstand in der Frage der Weiterentwicklung von Schule im Landkreis werde es jedoch nicht geben, insbesondere nicht unter dem Verdikt des demographischen Wandels. Die nächste Baustelle sei nun zweifellos, so wäre es auch mit dem Kreiselternrat verabredet worden, die Einrichtung einer Oberschule in Dransfeld. Hier würde sich nun die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen für ein Angebot analog Friedland/GroßSchneen stark machen: Eine Oberschule mit Gymnasialzweig könne den Mangel an integrativer Beschulung im Westkreis zumindest etwas abfedern. Die Oberschule Groß Schneen könne hier als Vorbild dienen, komme sie doch in der dort praktizierten Art und Weise der Kooperativen Gesamtschul-Form sehr nahe, so Hasselmann.

SPD: Probleme der Schulstruktur nicht gelöst

Die SPD-Kreistagsfraktion zeigt sich über das Ergebnis der Elternbefragung zur Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule in Hann. Münden enttäuscht. Für die Fraktion stehe aber außer Frage, "dass der dokumentierte Elternwille zur Schulstruktur im südwestlichen Landkreis respektiert werden muss", erklärte Fraktionsvorsitzender Jörg Wieland. Es bleibe aber festzuhalten, dass eine durchaus beachtliche Anzahl von Interessenten an der Einrichtung einer Gesamtschule in Hann. Münden erfasst worden ist. Wieland: "Es hat aber nicht dazu gereicht, die extrem hohen Anforderungen der schwarz-gelben Landtagsmehrheit in Hannover zu überwinden, die mit 120 Schülerinnen und Schülern pro Jahrgang eine fünfzügige Mammutschule vorsehen, und so die Einrichtung einer IGS verhindert." Mit dieser Hürde werde vielen Kindern der Besuch einer IGS verweigert und der Abwanderungsdruck nach Hessen beibehalten. Veränderte Schüler- und Bevölkerungszahlen und der sichtbare Wunsch nach neuen pädagogischen Konzepten verdeutlichen nach Ansicht der SPD-Kreistagsfraktion, dass auch nach der IGS-Elternbefragung der Druck auf die Schulstruktur im südwestlichen Landkreis nicht zu übersehen ist und neue Lösungen gefunden werden müssen.

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