Weiterhin erschreckende Resultate bei Alkoholkontrollen von Lkw-Fahrern

Polizei nahm in den vergangenen Wochen 1.392 Lkw entlang der A7 unter die Lupe: Die Spitzenwerte lagen bei 3 und 2,90 Promille

Göttingen. Die Polizeidirektion Göttingen hat am vergangenen Sonntag in ihrem Zuständigkeitsbereich auf den Parkplätzen Göttingen, Hildesheimer-Börde, den Autohöfen und weiteren Parkplätzen entlang der Bundesautobahn 7 mit einem verstärkten Personaleinsatz wieder bei Lkw-Fahrern präventive Alkoholkontrollen durchgeführt. Am Montag wurden diese Kontrollen bis in den Nachmittag fortgesetzt.

Insgesamt hat die Polizeidirektion Göttingen allein bei den letzten Kontrollen in dem Zeitraum vom 10. Mai bis zum 14. April 1.392 Lkw-Fahrer vor Fahrtantritt überprüft; 183 Fahrer standen unter Alkoholeinfluss, und in 85 Fällen wurde ihnen die Weiterfahrt untersagt. "Wir setzen die Abfahrtskontrollen weiter fort. Das ist die logische Konsequenz der bisherigen Ergebnisse. Ziel ist es, schwere Verkehrsunfälle zu verhindern. Genau aus diesem Grunde überprüfen wir die Fahrzeugführer vor Fahrtantritt auf den Parkplätzen", sagte Polizeipräsident Uwe Lührig nach den bisherigen Kontrollen in einer ersten Bilanz.

"Die Ergebnisse aus den bisherigen Präventionseinsätzen sind wirklich erschreckend. Das Verhalten der betroffenen Fahrzeugführer ist unverantwortlich. Wir werden diese Kontrollen auch zukünftig fortführen. Spitzenwerte bis zu 3,02 zwingen uns förmlich zum Handeln. Bei Fahrern mit so drastischen Werten legen wir technisches Gerät wie Parkkrallen an, um die Weiterfahrt zu verhindern. Unsere Maßnahmen sind ein ganz wichtiger Beitrag für die Verkehrssicherheit auf den Straßen in unserem Zuständigkeitsbereich", bemerkte Lührig abschließend.

Ergebnisse der Präventivkontrollen am 14. April

Am 14. April wurden die Kontrollen fortgesetzt, insgesamt wurden 240 Lkw-Fahrer kontrolliert. Bei 35 Lkw-Fahrern wurde eine Alkoholeinwirkung festgestellt. 13 hatten Promillewerte unter 0,5 Promille, fünf hatten eine Atemalkoholkonzentration zwischen 0,5 und 1,09 Promille und bei zwei Truckern lag der Promillewert deutlich über 1,1 Promille; der höchste Wert von 2,28 Promille wurde bei einem deutschen Fahrer festgestellt. Ein Trucker stand des Weiteren offensichtlich unter Drogeneinfluss: Der Drogentest reagierte positiv auf Amphetamine und Cannabis. Eine Blutprobe wurde entnommen. 16 Trucker mussten eine längere Pause machen, die Abfahrt wurde wegen der Alkoholeinwirkung untersagt.

Hintergründe zu den Kontrollen an den Wochenenden

Aber warum wird gerade am Sonntagabend kontrolliert? An Sonn- und Feiertagen besteht in Deutschland das so genannte Sonntagsfahrverbot zwischen 0 und 22 Uhr. Es gilt für Lkw ab 7,5 Tonnen und für Lkw mit Anhänger. Die Ergebnisse aus Kontrollen anderer Bundesländer und auch die aktuellen Maßnahmen der PD Göttingen zeigen, dass die Fahrzeugführer die Wochenenden auf den Raststätten verbringen und bis zur Fortsetzung der Fahrt nach dem Ende des Sonntagsfahrverbotes zum Teil nicht unerhebliche Mengen an alkoholischen Getränken zu sich nehmen.

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