Überquerung der Weser wird erneuert

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(V.li.) Rüdiger Sump und Friederike Krawetz, beide von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Geschäftsbereich Gandersheim, Katja Heine-Vetter, Planungsbüro Pabsch & Partner in Hildesheim sowie Mündens Bürgermeister Harald Wegener.

Straßenbauamt informierte über Neubau der Weserbrücke – die Arbeiten sollen Mitte 2019 beginnen

Hann. Münden.  Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Gandersheim, informierte am Donnerstagabend im Rittersaal des Welfenschlosses über den geplanten Neubau der Weserbrücke. Diese verbindet die beiden Bundesstraßen 3 (Altmünden) und 80 (Göttinger Straße).

Der Neubau sei notwendig, „weil eine statische Verstärkung wirtschaftlich und technisch nicht möglich ist." An fünf Ständen informierten Mitarbeiter der Behörde über die geplante Maßnahme. Anhand von Entwurfszeichnungen wurden die Fragen der Bürgerinnen und Bürger beantwortet und Probleme erörtert. „Der Abstand zur alten Brücke beträgt 13 Meter stromabwärts parallel in Richtung Gimte. An der neuen Brücke mit einer Länge von 210 Metern und einer Breite von ungefähr 15 Metern werden neben den zwei Kfz-Fahrstreifen und den separaten Gehwegen zwei Meter breite Radfahrstreifen gebaut“, sagte Rüdiger Sump, der das Bauamt vertrat. Er schätzt die Kosten auf ca. 11 Millionen Euro. Da der Bund für die Gesamtmaßnahme zuständig ist, muss Hann. Münden keinen Eigenanteil leisten. Anstatt der Ampelanlagen entstehen Kreisel, die in drei Phasen wie „ein Tortenstück“ gebaut werden. Über Zebrastreifen können die Fußgänger auf die andere Straßenseite gelangen. Während der Bauphase fließt der Verkehr über die alte Brücke, Verkehrseinschränkungen seien zu erwarten, aber keine Sperrung. Erst nach Fertigstellung der neuen Brücke werde die alte abgerissen. Nach Genehmigung durch den Landkreis werden die Pläne im Internet und bei der Stadt vier Wochen lang ausgelegt. In dieser Zeit können Betroffene Einsprüche oder Einwendungen anmelden. Die Planfeststellungsbehörde wägt dann zwischen den Interessen der Bürger und der Niedersächsischen Landesbehörde Gandersheim ab. Sump rechnet mit dem Planfeststellungsbeschluss Mitte nächsten Jahres (2018). Danach folgen die Bauvorbereitung, die Ausschreibung und Mitte 2019 ist Baubeginn. Nach zwei Jahren Bauzeit wird die Brücke vorrausichtlich 2021 fertig sein. Über den Bauablauf erteilten Friederike Krawetz von der Landesbehörde und Katja Heine-Vetter vom Planungsbüro Pabsch & Partner in Hildesheim Auskunft. Ebenfalls von der Landesbehörde informierte Ulrich Schormann über die Brückenentwürfe des Ingenieurbüros Krebs + Kiefer aus Darmstadt. Unter der alten Brücke befinden sich Kleingärten. „Für die Kleingärten und die Gehölze wird ein Ausgleich geschaffen. Leider müssen einige hohe Bäume gefällt werden“, erklärte Fachbetreuer Patric Schmidt, der für die Landschaftspflege zuständig ist. Über den Ausgleich der Grundstücke rät Karlheinz Schönwald mit der Behörde Kontakt aufzunehmen. Eine Entschädigung erfolge nur finanziell.

13.000 Fahrzeuge pro Tag

Beeinträchtigt wird das mehrstöckige Haus des Bauvereins. Die Mieter „werden auf eine acht Meter hohe Stützwand schauen“, so Jörg Wieland, Vorstandsvorsitzender des Gemeinnützigen Bauvereins Hann. Münden. Außerdem wird die Lärmbelästigung steigen. Täglich überqueren laut dem Bericht der Landesbehörde 13.000 Fahrzeuge die Brücke. Am Stand zum Lärmschutz mit Maik Oppermann vergewisserte sich Sump, dass kein Schallschutz vorgesehen ist. Die Berechnung basiert auf Verkehrsprognosen für das Jahr 2030. Anfragen und Einwände sind zu richten an die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Gandersheim, Stiftsfreiheit 3, 37581 Bad Gandersheim.

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