Weserstein in Hann. Münden bekommt einen Bruder in Nordenham

Weserstein mit Inschrift in Hann. Münden
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Bereits 1899 wurde der erste Weserstein auf dem Tanzwerder in Hann. Münden aufgestellt und ist seitdem ein beliebtes Ausflugsziel (unser Bild). In Nordenham, gelegen im Nordwesten Niedersachsens, wird ab Ende Juli ein zweiter Weserstein stehen, der sozusagen den Endpunkt des Weserradweges markieren soll. 

Die Enthüllung erfolgt Ende Juli: Das zweite Exemplar wird mit einem zeitlichen Abstand von 122 Jahren im Stadtteil Blexen aufgestellt. Mündens Bürgermeister Harald Wegener sieht darin auch eine Werbung für die Dreiflüssestadt, da die beiden Wesersteine den Weserradweg „einklammern“ werden.

Hann. Münden/Nordenham. Genau nach 122 Jahren gesellt sich zum Weserstein in Hann. Münden ein weiterer dazu: 450 Flusskilometer stromabwärts soll am 31. Juli der zweite im Nordenhamer Stadtteil Blexen auf dem dortigen Deichplateau des Flughafens enthüllt werden. Von hier aus haben Besucher einen direkten Blick auf die Wesermündung und die Hafenanlage der nahegelegenen Stadt Bremerhaven. Die Stelle soll sozusagen den Endpunkt des in Deutschland sehr beliebten Weserradweges markieren, der in Hann. Münden seinen Anfang nimmt.

Projekt finanziert sich aus Spenden

Die Inschrift des Blexener Wesersteins lautet dementsprechend „Von Stein zu Stein - so soll es sein“ und damit ganz anders als die des südniedersächsischen Pendants. Zwischen 12.000 und 15.000 Euro soll der etwa 1,60 Meter hohe und zweieinhalb Tonnen schwere Naturstein, der aus dem Weserbergland stammt, kosten. Finanziert werden er und die Steinmetzarbeiten von Guido Berner durch Spenden. Später soll der Betrachter auf der rauen Oberfläche den Weserverlauf mit bekannten Anliegerstädten ablesen können.

Der Initiator Fritz Jacob will mit dem Weserstein-Projekt seine Heimatstadt touristisch aufwerten. In der letzten Juli-Woche wird deshalb auch eine Fahrradtour von Hann. Münden nach Blexen organisiert, für die sich bislang rund 20 Teilnehmer*innen angemeldet haben. Über Höxter, Hameln, Porta Westfalica, Nienburg, Verden und Berne geht es in Richtung Norden. Am 31. Juli will man dann in Nordenham angekommen sein und die Einweihung feierlich vornehmen. Zum Festakt wurde auch Mündens Symbolfigur Doktor Eisenbart eingeladen.

Mündens Bürgermeister: Das ist auch Werbung für unsere Stadt

Mündens Bürgermeister Harald Wegener freut sich über die Idee eines zweiten Wesersteins. Er wertet ihn als Zugewinn, als eine tolle Werbung für die am symbolischen Startpunkt des Weserradweg gelegene Dreiflüssestadt: „Ein Stein, der unsere Städte verbindet, ist ein schönes Signal für ein gutes Miteinander für unsere Weser. Ich werde die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die an der geplante Weser Rad-Tour teilnehmen, vor dem Start in unserer Stadt sehr gerne begrüßen. Wenn es möglich ist, nehme ich persönlich und in Begleitung unserer „Symbolfigur“ Doktor Eisenbart an der geplanten Weserstein-Taufe“ in Blexen teil.“

Auf dem Weserradweg von „Stein zu Stein“

Von Weserstein zu Weserstein kann man also ab dem 21. Juli fahren, aber wie sieht es dazwischen aus? Per Pedale geht‘s entlang der Weser von Hann. Münden bis zur Mündung in die Nordsee. Auf ihrer Reise erwarten die Radler Burgen und Schlössern, Märchen- und Sagengestalten. Die Erlebnisse reichen von der Romantik der Weserrenaissance bis zu den größten Schiffen der Weltmeere in Bremerhaven. Der Weser-Radweg durchquert landschaftliche Vielfalt: Am Zusammenfluss von Werra und Fulda in Hann. Münden beginnend, führt der Weg vorwiegend unmittelbar entlang der Weser durch das Weserbergland mit seinen sanften Hügeln bis nach Minden. Dann geht es gemeinsam mit der Weser in die Norddeutsche Tiefebene hinein, durchs Flachland mit Geest und Marsch.

Die größte Stadt an der Weser, die Freie Hansestadt Bremen, wird nach etwa 350 Kilometern Fahrtstrecke erreicht. In der Hafenstadt spürt man die Nähe der Nordsee. Von dort aus geht es vorwiegend im Schutz der Deiche in Richtung Norden. Man erreicht schließlich Nordenham an der Mündung der Weser in die Nordsee und muss sich entscheiden: Will man auf der westlichen Seite der Weser bleiben, so bieten sich die attraktiven Küstenbadeorte in Butjadingen an. Auf der anderen Weserseite lohnt sich immer ein Besuch der Seestadt Bremerhaven mit ihrem maritimen Charme - und man kann die Fahrt auf dem östlichen Ufer der Weser in Richtung Cuxhaven - mit Anschluss an den Elberadweg - fortsetzen.

In Umfragen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) wurde der Weser-Radweg mehrfach zum beliebtesten Radwanderweg in Deutschland gewählt. Quelle: www.weser-radweg.de

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