Viele Wildunfälle in Münden zwingen zum Handeln

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An der L 561 zwischen Gimte und Hemeln wurden Warnschilder aufgestellt.

Projekt von Verkehrswacht, Stadt, Forst und Polizei

Hann. Münden. Das hohe Niveau von über 200 Wildunfällen hat nach Informationen der Mündener Polizei auch im Jahr 2017 nochmal eine Steigerung erfahren. Demnach sind immerhin rund 20 Prozent der Gesamtunfälle der hiesigen waldreichen Gegend geschuldet. Auch in 2018 ist bisher ein ähnlicher Trend zu erkennen. Die Polizei Hann. Münden will in einer Projektphase auf einer ausgewählten Referenzstrecke in einem abgestuftem Konzept von Maßnahmen der Entwicklung der steigenden Zahlen von Wildunfällen entgegenwirken. „In Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Hann. Münden, der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, der Stadt Hann. Münden sowie den Niedersächsischen Landesforsten, Forstamt Münden, soll nun mit einem Maßnahmenbündel dem Wildunfall begegnet werden. Hauptaugenmerk soll zunächst auf die gefahrene Geschwindigkeit gelegt werden, denn viele der Wildunfälle könnten bei angepasster Geschwindigkeit verhindert werden“, erklärt Mathias Klausch, Leiter Einsatz- und Streifendienst.

Projekt startet zwischen Gimte und Hemeln

Auf der viel befahrenen Landstraße 561 zwischen Gimte und Hemeln habe nun dieses Projekt auch für den Verkehrsteilnehmer erkennbar, einen Anfang. Auf einer etwa vier Kilometer langen Strecke, auf der sich besonders viel Wildunfälle ereignen, werde mit großen Hinweistafeln auf die Gefahr durch Wildwechsel hingewiesen. Zuvor sei bereits das Geschwindigkeitsniveau über einen Zeitraum von zehn Tagen erhoben worden. Nach einer „Eingewöhnungszeit“ solle dann erneut das Geschwindigkeitsniveau ermittelt und mit der ersten Messung verglichen werden. Gleichzeitig werde die Entwicklung der Wildunfälle in diesem Streckenabschnitt gesondert analysiert, so Klausch weiter. „Natürlich spielen auch andere Faktoren beim Zustandekommen eines Wildunfalles eine Rolle. Da wären noch der Zustand der Bankette, die Witterung, das biologische Verhalten des Wildes, erkannte Wildwechsel und das Lichtraumprofil zu nennen. Dementsprechend werden in weiteren Schritten Maßnahmen wie Wildreflektoren und Mahd der Bankette folgen“, informiert Klausch.

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