Wunschkonzert an der Weser

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War in Hemeln auf den Spuren von Altkanzler Gerhard Schröder: Ministerpräsident Stephan Weil (li.) lauscht den Anliegen von Gabriele Niehaus-Uebel (BI Oberweser-Bramwald).

Hemeln. Ministerpräsident Stephan Weil auf den Spuren von Altkanzler Gerhard Schröder.

Hemeln. Am Gasthaus zur Fähre in Hemeln, dort wo einst Altkanzler Gerhard Schröder als Student am Bierglas nippte, wurde in der vergangenen Woche Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) empfangen. Wie der Landesvater von Niedersachsen einräumte, habe auch er während seines Studiums in Göttingen hier Station gemacht. Herzlich begrüßt wurde Weil in "Südniedersachsens Toskana" vom Landtagsabgeordneten Ronald Schminke und Ortsbürgermeister Alfred Urhahn, der als Geschenk zwei Flaschen süffiges "Hemelner Broyhan" überreichte.

Der Besuch entpuppte sich zu einem echten Wunschkonzert. Das hatte weniger mit dem tollen Auftritt des Hemelner Musikexpress unter der Leitung von Folke Isenberg zu tun, den Weil recht herzlich mit Mann und Maus in den Landtag nach Hannover einlud. Vielmehr nutzten Bürgermeisterkandidat Jörg Wieland und Gabriele Niehaus-Uebel von der BI Oberweser-Bramwald die Gunst der Stunde, um eigene Anliegen zu äußern. Wieland hofft auf Hilfe aus dem Südniedersachsenplan, damit die Dreiflüssestadt "nicht ganz abgehängt" werde. Schnelles Internet für Schulen und Firmen, die  Verbesserung sozialer Strukturen und die Kategorisierung der Oberweser in Hinblick auf eine mögliche Portalkrananlage im Weserpark waren die weiteren Wünsche.Niehaus-Uebel trug Herzensangelegenheiten vor und zwar die Nordseepipeline für Kali&Salz-Abwässer zu verhindern und die Einleitung der Abwasser in die Werra und somit auch die Weser zu stoppen. "Es gibt alternative Lösungen, um Abwässer aufzubereiten. Sie würden die ganzen Diskussionen mit einem Schlag überflüssig machen – wenn K und S sie denn sie zulassen würde", so Niehaus-Uebel, die als zweiten Wunsch einen Stopp der Planungen von Windkraftanlagen im Wesertal forderte.

Weil stellte klar, dass die Weser kein Abwasserkanal sei und man nicht bereitwäre, Abwässer  über eine Pipeline in die Weser leiten zu lassen, die in Nordhessen anfallen würden.Ferner versprach der Landesvater in Richtung Wieland dafür zu sorgen, dass finanzielle Hilfe aus dem Südniedersachsenplan auch in der Dreiflüssestadt ankommt. "Wir wissen wie es bei Euch ausschaut und dass Ihr mit dem demografischen Wandel dicke Bretter zu bohren habt. 10 Jahre lang hat Euch die Landesregierung hängen lassen. Südniedersachsen muss auf die Zukunft ausgerichtet werden. Sie können stolz sein auf Ihre Heimat. Sich dafür einzusetzen lohnt sich", so Weil.

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