Zukunftsgespräche - Kassels OB Hilgen zu Gast in Hann. Münden

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Bertram Hilgen, Oberbuergermeister der Stadt Kassel, links, und Bernhard Reuter, Landratskandidat der SPD, Landkreis Goettingen, rechts, stellen sich den Fragen der Buerger.

Von HELGA PIEKATZHann. Münden. Beim ersten Mündener Zukunftsgespräch am Mittwoch sagte Günter Fraatz, stellvertretender Bürgermeister von Hann. M

Von HELGA PIEKATZHann. Münden. Beim ersten Mündener Zukunftsgespräch am Mittwoch sagte Günter Fraatz, stellvertretender Bürgermeister von Hann. Münden, in seiner Begrüßungsrede "Hann. Münden liegt zwischen Kassel und Göttingen, Landesgrenzen sind für die Menschen kein Hindernis", das zeige zum Beispiel das jährliche Sattelfest auf der B3.

Zum Gespräch hatte der Landratskandidat des Landkreises Göttingen (SPD), Bernhard Reuter, eingeladen. Gesprächspartner war der Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Bertram Hilgen. Das Thema: Wie können Kassel und Göttingen, bzw. Nordhessen und Südniedersachsen besser zusammenarbeiten? "Menschen dürfen nicht unter Grenzen leiden", so Reuter.Hilgen betonte, wenn man zusammenarbeite, sei man stärker und er nannte Beispiele aus Kassel, wo Behörden der Stadt und des Landkreises zusammengelegt wurden und somit Geld eingespart würde, zum Beispiel die Kfz.-Zulassungsstelle, die Volkshochschule und weitere.

Die Fragen, die an die Politiker gestellt wurden, betrafen unter anderem unterschiedliche Schulsysteme, die rückläufige Geburtenrate in Hann. Münden, zunehmender Fachkräftemangel in der Industrie, Altersarmut. Dazu sagte Landtagsabgeordneter Ronald Schminke, die Menschen bräuchten Sicherheit, den Arbeitsplatz zu behalten, dann könnte die Lebensplanung folgen. Weiter habe der Dialog zur Werra- und Weserversalzung durch K + S, die Stromtrasse und das Outsourcing von Firmen nach Thüringen hohe Priorität.Bernhard Reuter meinte die Zusammenarbeit zwischen Universität und Industrie müsste stärker weiterentwickelt werden. Dazu Bertram Hilgen: "Die erneuerbaren Energien sichern langfristig Arbeitsplätze".Dipl. Betriebswirtin Antje Jahn, Geschäftsführerin des Touristik Naturpark Münden e. V. wünschte sich "mehr Abstimmung bei touristischen Konzepten" und Jörg Hartung, Wirtschaftsförderung Hann. Münden, "mehr Gehör für die hiesigen Geschäfte".Angesprochen wurde auch das Thema Flughafen Calden. Dr. Franz Bitz, Bürgerforum Hann. Münden, fragte: "Was passiert wirklich beim Nachtflugverbot, wird es eingehalten?" Würde der Anflug der Flugzeuge nicht über der Stadt Hann. Münden erfolgen, wäre das ein gutes Signal aus Hessen.

Antje Jahn befürchtet andernfalls die Aberkennung des Status "Erholungsort" für Hann. Münden. Bertram Hilgen konnte diese Fragen nicht beantworten und "nimmt die Fragestellung mit". Bernhard Reuter versprach, sich dafür einzusetzen, dass die Flugrouten nicht über Hann. Münden verlaufen. Als Vertreter des ländlichen Raumes versprach er auch zu kämpfen, dass "der ländliche Raum nicht abstürzt". Im Fazit: Bessere Zusammenarbeit der Länder, regelmäßige Treffen von Bürgermeistern und Landräten.

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