35-jähriger randalierte bei der Polizei in Rotenburg

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Der Mann, der offenbar unter Wahnvorstellungen litt, demolierte Türen und Fenster

Rotenburg. Die Polizei in Rotenburg ermittelt wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch gegen einen 35-jährigen Mann aus dem Altkreis Rotenburg.

Der 35-jährige hatte am Freitagabend, 27. November, um 21.13 Uhr, über den Notruf 110 einen angeblichen Raub gemeldet. Näheres zum Sachverhalt wollte er nicht angeben. Er bat um eine Streife. Wie die Ermittlungen ergaben, hatte er bei einer Frau an der Haustür geklingelt  und gebeten bei der Polizei anrufen zu dürfen. Den näheren Grund kannte die Frau auch nicht. Die Polizei fahndete daraufhin im Stadtgebiet nach dem Mann. Er konnte aber nicht angetroffen werden.

Gegen 22 Uhr tauchte der 35-jährige plötzlich auf dem Gelände der Polizeistation im Hainweg auf. Er war zu diesem Zeitpunkt nur noch mit T-Shirt, Unterhose und Strümpfen bekleidet.Er lief dann in den Eingangsbereich (Schleuse) und schlug mit einer Neonlampenfassung wie von Sinnen gegen die dortigen Türen. Zunächst wurde versucht, den Mann über die Gegensprechanlage zu beruhigen. Aber es wurde noch schlimmer. Der Mann entdeckte einen im Eingangsbereich angebrachten Feuerlöscher und schlug mit diesem gegen die Türen. Dabei versprühte er auch das Löschpulver des Feuerlöschers.

Im Anschluss lief er mit dem Feuerlöscher nach draußen und beschädigte eine Fensterscheibe. Es entstand ein Sachschaden von 1.500 Euro. Mehrere Polizeibeamte waren notwendig um den Mann zu überwältigen. Bei seinen Sachbeschädigungen hatte er sich an der Hand verletzt, er blutete stark.

Die Polizeibeamten verständigten sofort einen Rettungswagen, zwecks medizinischer Versorgung des 35-jährigen. Nachdem sich der 35-jährige wieder beruhigt hatte teilte er den Polizeibeamten mit, dass er sich in einem Drogenersatzprogramm befinden würde. Am Tage habe er auch noch Kokain konsumiert.Offenbar befand sich der Mann bei seinen Taten in einem die freie Willensbildung ausschließenden Zustand und litt wahrscheinlich an Verfolgungswahn. Er musste nach dem hessischen Freiheitsentziehungsgesetz in eine Psychiatrie eingewiesen werden.

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