3.500 tote Hühner auf der A4... Transporter mit 11.000 Schlachthühnern fing Feuer!

A4. Einen nicht alltäglichen Einsatz hatte am Donnerstagabend die Feuerwehr aus Bad Hersfeld. Bei einem mit 11.000 Schlachthühnern beladenen Sattelz

A4. Einen nicht alltäglichen Einsatz hatte am Donnerstagabend die Feuerwehr aus Bad Hersfeld. Bei einem mit 11.000 Schlachthühnern beladenen Sattelzug aus Polen platzte am Auflieger ein Reifen. Durch den geplatzten Reifen lief die Achse heiß und der Auflieger begann zu brennen. Löschversuche von Verkehrsteilnehmern und der ersten am Einsatzort eintreffenden Polizeistreife schlugen fehl. Schnell griffen die flammen auf die Ladung über die Plastikkisten, in denen die Hühner transportiert wurden. Sie fingen Feuer und schmolzen.

Viele Hühner flatterten über die Autobahn und mussten von den Einsatzkräften wieder eingesammelt werden. Da die Hühner auch auf die Gegenfahrbahn flüchteten, musste die A4 kurzzeitig auch in Fahrtrichtung Kirchheim voll gesperrt werden. An der Einsatzstelle bot sich den Einsatzkräften ein Bild des Grauens. Überall verbrannte Hühner, die teilweise noch an der Einsatzstelle notgeschlachtet werden mussten, um sie von ihren Qualen zu befreien. Es stank nach verbrannten Federn. Ein Veterinär aus Bad Hersfeld wurde zur Einsatzstelle bestellt. Eine Weiterfahrt bis zum Bestimmungsort war nicht mehr möglich. Die überlebenden Hühner werden noch in der Nacht zu einem Hühnerschlachtbetrieb nach Gudensberg verbracht, wo die gesamte Ladung notgeschlachtet werden muss. Über die Höhe des Sachschadens konnten noch keine Angaben gemacht werden.

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Das berichtet die Polizei:

Um 23.10 befuhr ein polnischer Sattelzug die BAB 4 in östliche Richtung. Bei Kilometer 342,450 zwischen Friedewald und Hönebach geriet der Sattelauflieger, der mit 11.000 Schlachthühnern beladen war,  aufgrund eines geplatzten Reifens in Brand. Löschversuche von Verkehrsteilnehmern und der ersten am Einsatzort eintreffenden Polizeistreife schlugen fehl. Einige Plastikkisten, in denen die Hühner transportiert wurden, fingen Feuer und schmolzen bevor die Feuerwehr den Brand, der sich mittig des Aufliegers entfacht hatte,  löschen konnte.

Von diesen Hühnern schafften es noch einige in die "Freiheit" und flatterten über die Autobahn. Wegen diesen Umständen musste die Autobahn A 4 in beiden Richtungen voll gesperrt werden. Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchten die ca. 50 umherlaufenden Hühner wieder einzufangen und in ein mit Feuerwehrleitern abgesperrtes Areal, neben dem Standstreifen, ins Grüne zu bringen. An der Unfallstelle selbst lagen ca. 300 verbrannte Tiere, einige mussten an Ort und Stelle von der Feuerwehr notgeschlachtet werden, um sie von ihren Qualen zu befreien. Durch den Brand wurden schätzungsweise 5.000 Tiere getötet.

Ein Veterinär aus Bad Hersfeld wurde an die Einsatzstelle gebracht, dieser ordnete nach Begutachtung der noch lebenden Tiere, die Notschlachtung in der nächstgelegenen Schlachterei an. Ein weiteres Fahrzeug wurde an die Einsatzstelle gebracht, um die eingesammelten lebenden  Hühner von der Autobahn wegzubringen. Die Autobahn konnte in westliche Richtung nach ca. 30 Minuten wieder freigegeben werden, Richtung Osten wurde der Verkehr ab Friedewald von der BAB abgeleitet. Der Sattelauflieger wurde von einem Abschleppunternehmen notdürftig repariert und mit den noch lebenden Tieren von der Autobahn gezogen.

Die Vollsperrung wurde um 03.20 Uhr aufgehoben, über die Höhe des Sachschadens können noch keine Angaben gemacht werden.

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