37.000 Unterschriften für bessere Arbeitsbedingungen bei Amazon übergeben

Bad Hersfeld. Heute morgen bekam Amazon selbst ein Paket: Die beiden ver.di-Vertreter Heiner Reimann und Berhard Schiederig überreichten eine Box mit

Bad Hersfeld. Heute morgen bekam Amazon selbst ein Paket: Die beiden ver.di-Vertreter Heiner Reimann und Berhard Schiederig überreichten eine Box mit rund 37.000 Unterschriften von Menschen, die sich für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen bei dem Logistik-Riesen aussprechen. Die Unterschriftenliste ist das Ergebnis einer Online-Petition auf der Petitionsplattform Change.org, die Reimann nach dem ARD-Bericht über die Leiharbeiter bei Amazon gestartet hatte.

Geplant war eigentlich, die Unterschriften an einen Vertreter der Geschäftfsührung zu übergeben, doch dem erteilte die Werksleitung gestern abend kurzfristig eine Absage.Dennoch wurden die ver.di-Vertreter auf das Werksgelände vorgelassen und konnten die Unterschriften an der Rezeption abgeben. Auf einen persönlichen Gesprächstermin wollten sie aber nicht  verzichten und verabredeten einen weiteren Termin in der kommenden Woche.

"Ich freue mich, dass es nun tatsächlich zur Situation der Leihbeschäftigten bei Amazon eine Gesprächsbereitschaft beim Management gibt", erklärte Reimann. "Nicht aus den Augen verlieren sollten wir jedoch die Arbeitsbedingungen der befristet Beschäftigten – hier braucht es einen Tarifvertrag", so Reimann.

"Die breite Unterstützung von Menschen aus ganz Deutschland für das Anliegen von Heiner Reimann auf Change.org hat gezeigt, dass viele Menschen Amazon in der Frage der Leihbeschäftigung in der Verantwortung sehen", sagte Paula Hannemann, Kampagnenchefin der Petitionsplattform Change.org in Deutschland. "Heiner Reimann hat mit seinen konstruktiven Vorschlägen zur Situation bei Amazon die Ansicht vieler Bürgerinnen und Bürger getroffen. Deswegen freut es mich sehr, dass es nun zu einer Annäherung und vielleicht sogar bald zu einer Einigung kommt", so Hannemann.

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