K+S Abraumhalden wachsen... Grüne fordern: Keine Hattorfer Haldenerweiterung ohne Gesamtkonzept!

Wiesbaden/Waldhessen. Die Abraumhalden der K+S Kali GmbH wachsen an allen Standorten im Werra-Fulda-Kalirevier und damit auch die Probleme... so die h

Wiesbaden/Waldhessen. Die Abraumhalden der K+S Kali GmbH wachsen an allen Standorten im Werra-Fulda-Kalirevier und damit auch die Probleme... so die hessischen Grünen. Sigrid Erfurth, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der grünen Landtagsfraktion: "Die Entsorgung der Haldenabwässer ist nach wie vor ungeklärt und wird eine Aufgabe für die nächsten 700 Jahre sein."

Erst vor drei Jahren hat das Land Hessen Flächen für die Vergrößerung einer Abraumhalde, damals beim Werk Neuhof, verkauft. Jetzt will sich das Unternehmen die Option auf eine weitere Haldenfläche, diesmal im Werk Hattorf, sichern. Mit Ausnahme der Grünen und der Fraktion der Linken haben bei der Haushaltsausschuss-Sitzung des Landtages am 18. August alle Fraktionen diesem Verfahren zugestimmt.

"Das ist eine herbe Enttäuschung für alle Menschen, die sich für die nachhaltige Entsalzung der Werra und der Weser einsetzen", so Erfurth.

Die Grünen weisen darauf hin, dass K+S immer noch kein belastbares Gesamtkonzept zur Lösung seiner Umweltaufgaben vorgelegt hat. Daraus muss plausibel hervorgehen, durch welche Maßnahmen das Unternehmen dafür Sorge tragen will, dass spätestens ab dem Jahr 2020 keine Salzlauge mehr direkt in Werra oder Weser eingeleitet wird und ab spätestens 2015 die Laugenverpressung eingestellt wird.

"Bevor weitere Problemberge angehäuft werden, muss geklärt werden, wie sich K+S die Entsorgung seiner Produktions- und Haldenabwässer vorstellt. Mehr Abraum bedeutet mehr Haldenabwässer, für die es noch immer keinen nachhaltigen umweltverträglichen Entsorgungsweg gibt. Es ist im höchsten Maße bedauerlich, dass die Fraktionen von CDU, FDP und SPD sich dieser Einsicht verschließen und mit ihrem Beschluss die Grundlage schaffen, die Halden weiter wachsen zu lassen. Die Hessische Landesregierung darf keiner Haldenerweiterung zuzustimmen, bis das Gesamtkonzept vorliegt", fordert Erfurth.

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