Abschluss-Gala beendet die Festspiel-Saison

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Christian Nickel mit dem Zuschauerpreis ausgezeichnet.

Bad Hersfeld. Ein fulminanter Ausklang für eine tolle Festspiel-Saison: Mit der großen Abschluss-Gala gingen am Sonntagabend die 68. Bad Hersfelder Festspiele feierlich zu Ende. Unter dem Titel „Summer-songs“ präsentierten das Festspiel-Orchester – wie immer unter der Leitung von Christoph Wohlleben – zusammen mit Ensemblemitgliedern einen bunten Mix aus Klassikern und Evergreens, Filmmusik, Musical-Hits und Chansons. Durch das Programm führte Mathias Schlung („Titanic“). Neben den zahlreichen Musicaldarstellern und Schauspielern begeisterte vor allem Stargast Katja Ebstein mit ihren Klassikern „Wo sind die Clowns?“, „Sag’ mir wo die Blumen sind“ und natürlich dem Eurovision-Erfolgshit „Theater“. Ebenso brillierte Musical-Star Bettina Mönch mit kraftvollen Interpretationen von unter anderem „Goldeneye“ und „Rise like a Phoenix“. Das Orchester glänzte mit einem breiten Spektrum anspruchsvoller Instrumentalstücke, von Friedrich Gulda (Cello-Konzert) bis Ennio Morricone („Cinema Paradiso“).

Ein weiterer Höhepunkt war die mit Spannung erwartete Verleihung des Zuschauerpreises. Christian Nickel hatte mit seiner Darstellung des „Peer Gynt“ das Zuschauervoting für sich entschieden und durfte den von Mathias Laufer-Klitsch gestalteten Ring in Empfang nehmen. Durch eine Erkältung etwas angeschlagen, aber sichtlich bewegt, bedankte er sich bei den Zuschauern und dem Ensemble, allen voran Regisseur Robert Schuster und Intendant Joern Hinkel. Das Stück sei ein Wagnis gewesen und habe nicht nur bei den Zuschauern, sondern auch im Ensemble für Diskussionen gesorgt, berichtete er. Umso mehr freue es ihn, dass das Publikum diese Entscheidung honoriere, auch ein solch schwieriges Stück zu spielen. Christian Nickel war in den vergangenen Jahren bereits zweimal hintereinander mit dem Großen Hersfeldpreis für seine Rollen in „Hexenjagd“ und „Martin Luther – Der Anschlag“ ausgezeichnet worden. Intendant Joern Hinkel nutzte dabei die Gunst der Stunde zu einem klaren Statement zu den aktuellen Ereignissen in Chemnitz: „Auf dieser Bühne spielen Christen, Muslime und Buddhisten, Männer und Frauen, Schwarze und Weiße, Heterosexuelle und Homosexuelle“, erklärte er unter großem Beifall des Publikums. „Was Theater – und die Menschen – ausmacht, ist die Vielfalt.“ Auf die dem Intendanten häufig gestellte Frage nach dem Spielplan der kommenden Saison präsentierte er eine humorvolle Antwort: eine auf die Festspiele umgedichtete Version von „Schlag nach bei Shakespeare“ (jetzt: „Spiel’n wir doch Shakespeare“), unter Beteiligung zahlreicher Ensemblemitglieder dargeboten. Mit dem Klassiker „Pomp and Circumstance March No. 1“ von Edward Elgar – mit begleitendem Feuerwerk – klangen die Festpsiele angemessen glamourös aus.

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