Absolventen sollen geworben werden

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Landkreise wollen gemeinsame Ausbildungs-Offensive durchführen.

Bad Hersfeld/Berka. Mit der Berufswahl trifft ein junger Mensch eine der wichtigsten Entscheidungen in seinem Leben. Um bei der Wahl des Ausbildungsplatzes in der Region zu unterstützen, gibt es im Landkreis Hersfeld-Rotenburg seit mehr als fünf Jahren einen vom Firmenausbildungsverbund Wartburgregion e. V. erstellten "Ausbildungs-Navi". Eine Broschüre, in der sich mehr als 50 Unternehmen und Betriebe vorstellen und um junge Absolventen werben.

Der Wartburgkreis verfährt sehr ähnlich. Eine Verzahnung der Angebote gab es bisher nicht. Mit der Ausgabe 2017 wird sich das ändern, haben jetzt bei einem gemeinsamen Treffen die Landräte Reinhard Krebs (Wartburgkreis) und Dr. Michael Koch (Hersfeld-Rotenburg) vereinbart.Ab kommendem Jahr werden die Online-Ausgaben der beiden Ausbildungs-Navis zusammengefasst und den Schülern gemeinsam vorgestellt."Die Kreise müssen sich bei der Ausbildung junger Menschen enger verflechten", findet Landrat Dr. Michael Koch. "Wer für die Ausbildung oder zum Studium weg zieht, kommt vielleicht nie zurück", fürchtet auch sein Amtskollege aus Thüringen: "So halten wir das Potenzial an künftigen Fachkräften in der Region."Bereits heute pendeln rund 30.000 Arbeitnehmer täglich zwischen den Landkreisen und Kinder gehen im benachbarten Kreis zur Schule."Wir sind ein gemeinsamer Arbeitsmarktstandort", sind sich die beiden Landräte einig.

"Die gegenseitige Unterstützung ist dabei wichtig. Wir sind keine Konkurrenten", so Landrat Reinhard Krebs. "Unternehmer haben derzeit Probleme, Fachkräfte zu finden und vor allem, sie hier zu halten", bestätigt auch Thomas Leiter, Chef des gleichnamigen Leergutlogistikers in Berka.Das Unternehmen, Marktführer in seinem Bereich und über Kreis- und Landesgrenzen hinweg tätig, hatten die beiden Landräte aus Hessen und Thüringen gemeinsam besichtigt.

Leiter fordert: "Wir müssen unsere Mitarbeiter dafür gewinnen, sich an unsere Region zu binden, hier leben zu wollen und nicht nur unter der Woche hier zu arbeiten."

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