Adiós, Sommerzeit!

Ein Kommentar von Julia Fernau: "Das Ende der Zeitumstellung wird höchste Zeit"

Waldhessen. Viele Waldhessen sind vom ständigen Hin und Her der Zeitumstellung genervt. Jetzt hat das EU-Parlament entschieden: Der Wechsel zur Winter- und Sommerzeit ist ab 2021 passé. Die halbjährlich wiederkehrende Frage, ob die Uhr nun vor- oder zurückgestellt wird, erübrigt sich. An diesem Wochenende werden die Uhren auf Sommerzeit vorgestellt. Doch welche Zeit, Sommer- oder Winterzeit, ist die bessere? Laut einer aktuellen Umfrage haben zwei Drittel der Deutschen, genauer gesagt 67,1 Prozent, eine eindeutige Präferenz. Sie bevorzugen die Sommerzeit. Ich sehe das anders. Die Sommerzeit ist zwar schön, im Winter aber ist sie störend. Grund: Während die Sonne im Dezember zwischen 8 Uhr und 9 Uhr aufgeht, würde es in der Sommerzeit circa eine Stunde später hell werden. Wäre dies der Fall, würden die meisten gar nicht mehr aus den Federn kommen und auch die Leistungsfähigkeit bräuchte einen längeren Anlauf, um in Schwung zu kommen. Ohne die frühe Sonnenstrahlung könnte außerdem die Ausschüttung von Serotonin ausbleiben, die für einen munteren Start in den Tag sorgt. Zwar könnte das länger andauernde Tageslicht am Abend die Freizeitaktivitäten fördern, aber auch zu Einschlafproblemen führen. Denn laut Schlafforschern ist die Winterzeit die Zeit, die unserem Biorhythmus am ehesten entspricht. Eine dauerhafte Umstellung auf die Sommerzeit würde bedeuten, dass die Menschen später zu Bett gehen, aber auch früher aufstehen. Was fehlt, wäre genügend Schlaf. Laut Bericht des Bundesumweltamtes würde bei einem dauerhaften Erhalt der Sommerzeit auch der Energieverbrauch steigen. Es wird zwar elektrisches Licht am Abend gespart, dennoch müsste besonders in den kalten Monaten morgens mehr geheizt werden. Schon zu Beginn der Sommerzeit wurde über den Sinn und Unsinn dieser Maßnahme diskutiert. Begründet wurde ihre Einführung ursprünglich durch Energieeinsparungen. Dieses Argument ist jedoch umstritten. Das Ende der Zeitumstellung wird daher höchste Zeit, da die Winterzeit sowieso die Normalzeit ist.

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