Älterwerden im Kreis

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Waldhessen. Seniorennetzwerk ZuBRA schafft Diskussionsplattform.

Heinebach. Zur Auftaktveranstaltung des Seniorennetzes ZuBRA – Zusammenarbeit Bebra, Rotenburg, Alheim – fanden sich über 50 Menschen zusammen, die unter dem Titel "Aktiv im Ruhestand" gemeinsam über die Situation des Älterwerdens in der ZuBRA, die aktuelle Entwicklung und die Herausforderungen für die Zukunft nachdachten und sprachen. Darunter waren die drei ZuBRA-Bürgermeister ebenso wie weitere Vertreter aus den politischen Gremien.

Nach einem Vortrag der beiden Moderatorinnen von Selzer Konzepte, Martina Selzer und Franziska Storch, unter anderem über die Hintergründe des Seniorennetzes und der demografischen Entwicklung in der ZuBRA, trafen sich die Gäste zunächst im "Café der Begegnung", das großen Anklang fand. In vier Gesprächskreisen mit wechselnden Teilnehmern wurden die Fragestellungen Wo stehe ich? – Was wünsche ich? – Was fürchte ich? – Was kann ich tun? – aus dem jeweiligen persönlichen Blickwinkel betrachtet. Dabei fanden die Anwesenden offene Worte für ihre jeweilige Lebenssituation und äußerten insbesondere ihre Hoffnungen und Befürchtungen für die Zukunft.

Den lebhaften Erfahrungsaustausch insbesondere zu der Fragestellung "Was kann ich tun?" griff der Vortrag von Otto Brett und Hans Schäfer von der Bürgerhilfe Rotenburg auf, die abschließend die Ziele und Hintergründe ihres Vereins darstellten.

Die Veranstaltungsreihe zum Seniorennetz ZuBRA wird am 22. Oktober um 15.30 Uhr im Haus der Generationen in Heinebach, Am Minnstück fortgesetzt. Zum Thema "Mobil und gut versorgt" wird es dann Vorträge unter anderem zum Gesamtkonzept des Ortskerns von Heinebach geben. Es ist genügend Zeit für den Austausch von Ideen und Anregungen eingeplant. Interessierte aus allen Ortsteilen der ZuBRA und Umgebung werden gebeten, sich telefonisch unter 06678/919169 anzumelden.

Ergebnisse aus dem "Café der Begegnung":Wo stehe ich?

Entsprechend dem Alter der Anwesenden – von unter 60 bis weit über 80 Jahre – empfanden die meisten eine hohe Lebensqualität und ein sehr positives Lebensgefühl. Man sei frei von Zwängen, könne seine Zeit frei einteilen und sei zudem noch mobil und unabhängig, um all das tun zu können, wozu man vor dem Eintritt in den Ruhestand noch keine Zeit hatte. Im Mittelpunkt des Lebens standen bei den meisten die Familie, Freunde und Gesundheit sowie Aktivitäten wie Ehrenamt, Sport und Bewegung. Kennzeichnend für das geäußerte Lebensgefühl waren die Aussagen: "Das sind die besten Jahre, wir stehen mitten im Leben!"Was wünsche ich?

Die Palette der Antworten reichte hier von Wünschen zur ganz persönlichen Lebenssituation bis hin zu Vorschlägen an die Politik. Vor dem Hintergrund der "besten Jahre" wünschten sich viele, möglichst lange den Status Quo zu erhalten und nicht auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Doch auch die gefährdete ärztliche Nahversorgung und ein zu geringes kulturelles Angebot wurde immer wieder angesprochen. Bemerkenswert war die Betonung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit im Lebensgefühl der Teilnehmer, gleichzeitig wurde aber der intensive Austausch und das Zusammensein mit anderen Menschen als sehr wichtig erachtet.

Was fürchte ich?

Krankheit, Einsamkeit, Hilflosigkeit und Armut im Alter – diese Hauptängste älterer Menschen wurden in den Gesprächskreisen genannt. Doch eine Teilnehmerin brachte es sehr richtig in eine neue Perspektive: "Krankheit ist relativ. Niemand ist ja ganz ohne Gebrechen und körperliche Beeinträchtigung. Es kommt darauf an, was man daraus macht, ob man die Situation annimmt und trotzdem zufrieden ist, weil man eben auch die vielen positiven Dinge im Leben sieht! Und dazu gehört, selbst aktiv zu bleiben und im Rahmen seiner Möglichkeiten auch zu geben!"

Was kann ich tun?

Die meisten Teilnehmer brachten hierzu Beispiele aus ihrer eigenen Freizeitgestaltung. Dabei standen körperliche Betätigungen wie z.B. Spazierengehen, Wandern, Radfahren und die Aktivität in Vereinen im Mittelpunkt. Doch auch Tätigkeiten, die den Austausch mit anderen Menschen fördern und Kontakte pflegen, waren allen Gruppen wichtig. Für die Kommunikation ist vor allem geistige Fitness wichtig, für die man immer wieder selbst etwas tun muss. Und da lag die Erkenntnis nahe, dass man auch für sich selbst etwas tut, wenn man auf andere zu geht. "Hilfst du anderen, dann hilfst du dir selbst!"

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