Änderung der Einleiterlaubnis: K+S darf weitermachen

Die Produktion in Hattorf und Unterbreizbach wird vorübergehend eingestellt. Foto: Archiv
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Die Produktion in Hattorf und Unterbreizbach wird vorübergehend eingestellt. Foto: Archiv

Das RP erteilte gestern die Erlaubnis, dass K+S weiterhin salzhaltige Abwässer in die Werra einleiten darf, wie bisher.

Waldhessen. Am heutigen 1. Dezember wird der erste Teil des Vier-Phasen-Plans des Düngemittelhersteller K+S als dauerhafte Lösung für die Salzabwasserproblematik in Werra und Oberweser umgesetzt. Das Unternehmen darf durch ­eine Änderung der ­wasserrechtlichen Erlaubnis salzhaltige Abwässer in die ­Werra einleiten, wie bisher.  Dies teilte das Regierungspräsidium Kassel mit. Die Laufzeit der neu erteilten Erlaubnis reicht bis Ende 2020.

Die in der bisherigen Einleiterlaubnis festgeschriebene  Reduzierung der Grenzwerte bis zum Jahr 2021 bleibt allerdings ­bestehen. Laut Aussagen des Regierungspräsidiums besagt die  Änderung ­lediglich, dass der Weg dorthin nicht länger über festgelegte Stufen führen müsse, ­solange das Ziel erreicht ­werde. Eigentlich hätte das Unternehmen ab dem 1. Dezember die Grenzwerte von Chlorid, Kalium und Magnerisum schrittweise reduzieren müssen. Weitere Senkungen hätten ab dem 1. Dezember 2017 und 2019 erfolgen sollen.Ziel dieser Vorgaben war eine Verbesserung des ökologischen Zustands bzw. des ökologischen Potentials der Gewässer, die von den Salzabwassereinleitungen beeinflusst werden – hauptsächlich Werra und Weser. K+S hatte die Änderung im März 2015 beantragt. Um den Vier-Phasen-Plan umsetzen zu können, müssten in Phase 1 die bisherigen Einleitmöglichkeiten und -kapazitäten in die Werra aufrecht erhalten werden.

Schon gestern war die Erlaubnis zur Versenkung salzhaltiger Abwässer im Untergrund ausgelaufen. Hierzu prüft das RP noch immer, in welchem Rahmen eine streng befristete Übergangserlaubnis mit deutlich verringerten Versenkmengen möglich wäre. Ein Ergebnis wird in den kommenden Wochen erwartet.

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