Ärger um geplante Bahnstrecke durch das Geistal

Die Karte zeigt den derzeit geplanten Verlauf der neuen Bahnstrecke durch das Geistal. Foto: nh
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Die Karte zeigt den derzeit geplanten Verlauf der neuen Bahnstrecke durch das Geistal. Foto: nh

Neue Bahnstrecke durch das Geistal sorgt für Empörung bei der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Ludwigsau.

Geistal. Eine neue Bahnstrecke durch das Geistal zwischen Ober- und Untergeis über Gittersdorf, Allmershausen, Heenes, Kalkobes, durch den Wehneberg, Ludwigsau-Friedlos über den Dächern von Reilos und Mecklar nach Blankenheim kann man als betroffener Bürger nur als einen schlechten Witz bezeichnen, so Rainer Koch Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Ludwigsau.

Die Bürger des unteren Rohrbachtales und Fuldatales sind durch die vielbefahrene B27, den Windpark Am Wehneberg und der Bahnstrecke Fulda-Bebra durch extrem hohe Schall- und Abgasbelastungen schon erheblichen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt und kämpfen seit über 50 Jahren für Ortsumgehungen der B27 für die Ortsteile Friedlos und Mecklar. Die im Planentwurf vorgesehene Monsterbahn würde die Ortsteile Friedlos, Reilos und Mecklar durch zwei Bahnstrecken einkesseln. Wo bleiben bei diesen Überlegungen noch das Schutzgut "Mensch", ohne die tiefen Einschnitte in Landschaft und Natur und weitere Einschränkungen der Naherholung und Einbußen bei der Lebens- und Wohnqualität, so Rainer Koch?  Den Ortsteilen Friedlos, Reilos, Rohrbach, Tann und Mecklar wird jede weitere Entwicklungsmöglichkeit genommen.

Warum immer und sämtliche anstehende Belastungen zu Lasten der Bürger von Ludwigsau – wir haben im Westen die Schnellbahnstrecke Fulda–Kassel, Windräder Am Klosterstein und Am Wehneberg, weitere Vorrangflächen um Ludwigsau herum sind ausgewiesen, mehrere 380 kV-Leitungen durchschneiden das Beise-, Rohrbach und Fuldatal, weitere 380 kV-Leitungen befinden sich in der Planung, die angekündigte Salzlaugenleitung soll auch durch das Fuldatal und den Besengrund zur Oberweser geführt werden, fragt Rainer Koch?

Das Maß ist voll – die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Ludwigsau und die Bürger von Ludwigsau werden sich mit den betroffenen Bürgern der Stadt Bad Hersfeld und der Gemeinde Neuenstein zu wehren wissen. Für die nächste Gemeindevertretersitzung hat die SPD-Fraktion bereits einen Antrag zum Thema Monsterbahn auf den Weg gebracht.

Es gibt eine einfache und kos­tengünstigere Variante: Die zukunftsfähige Ertüchtigung der bestehenden Bahntrasse Fulda-Eisenach-Erfurt, versehen mit einem aktiven Schallschutz und der Einbindung der Ortsumgehung B27 Friedlos, die im vordringlichen Bedarf des Entwurfes des Bundesverkehrswegeplanes 2030 vorgesehen ist, so die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Ludwigsau.

Von den beiden Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises sind wir tief enttäuscht, so Rainer Koch.

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