Erste Alheimer Klimawoche gestartet – Alheim zeigt, wie es geht

Sie eröffneten die erste Alheimer Klimawoche (v.li.): Georg Lüdtke, Harald Merz und Marc Heinzerling. Fotos: Buschky

Zur Eröffnung der ersten Alheimer Klimawoche hatte am Donnerstagabend Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke geladen. Mit der Themenwoche will die Gemeinde Alheim ihr Wissen und ihre Erfolge zum Thema nachhaltige Energie weitergeben.

Heinebach. Premiere in Alheim: Mit der Eröffnungsveranstaltung wurde am Montagabend die erste Alheimer Klimawoche eröffnet. Am Sonntag wurde die Woche bereits mit einem Klima-Gottesdienst eingeleitet. Bürgermeister Georg Lüdtke begrüßte die Gäste und erklärte, wie stolz die nachhaltigste Gemeinde Deutschlands sei, ihre erste Klimawoche zu eröffnen. Die Gemeinde Alheim versorge sich zu 99,3 Prozent selbst und gehe damit als gutes Beispiel in der nachhaltigen Entwicklung voran. Die Nachhaltigkeit sei ebenfalls in der Hauptsatzung der Gemeinde Alheim verankert, und zwar mit der kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie. „Mit der Alheimer Klimawoche möchten wir mit einem attraktiven und vielseitigen Angebot möglichst viele Menschen erreichen und sie von dem persönlichen und globalen Nutzen der Nachhaltigkeitsziele überzeugen“, so der Bürgermeister.

Stellvertretend für Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke durfte Lüdtke dessen persönlichen Referenten Harald Merz begrüßen. Bisher sei er immer nur mit dem Zug durch die Gemeinde gefahren. Doch Alheim sei ihm, auf Grund der zahlreichen Photovoltaikanlagen, schon länger aufgefallen, erklärte Merz. Deshalb freue er sich umso mehr, endlich mal dort ausgestiegen zu sein. Die Menschen seien Bausteine des Klimas. Im Zeitalter der Industrialisierung führen die Menschen der Welt Stress zu, so der Referent und weiter: „Unser ökologischer Fußabdruck ist größer denn je. Wenn wir so weiter machen, brauchen wir irgendwann zwei Erden, denn wir verbrauchen mehr, als wir erwirtschaften.“ In Bezug auf die Schöpfungsgeschichte solle man die Erde schöpferisch mitgestalten aber dennoch bewahren. Es sei ein Auftrag für alle Menschen, das bisherige Handeln zu überprüfen und schnellstmöglich auf nachhaltige Energie umzusteuern. „Die Gemeinde Alheim ist die Musterkommune für eine nachhaltige Entwicklung“, so Merz, „daran sollten sich alle anderen ein Beispiel nehmen.“

Marc Heinzerling, Vorsitzender der Gemeindevertretung, freute sich ebenfalls, bei der Eröffnungsfeier der Alheimer Klimawoche mitwirken zu dürfen. Da er ja Physiklehrer sei, sei Klima genau sein Thema: „Ich habe mich gefreut, heute etwas sagen zu dürfen. Für mich ist es als Physiklehrer kein Problem, 45 Minuten etwas über das Klima zu erzählen“, scherzte Heinzerling. Schließlich entschied er sich für ein paar Worte zum Thema Treibhauseffekt: Treibhausgase, wie zum Beispiel Kohlendioxid und Methan sorgen für einen Anstieg der Temperaturen. Das führe zum Abschmelzen der Gletscher, was widerum zum Ansteigen des Meeresspiegels führe und was einen Rattenschwanz an bösen Folgen nach sich ziehe. „Die Zukunft kommt so oder so, und das Klima spielt dabei eine wichtige Rolle“, so Heinzerling abschließend.

Auch der Geschäftsführer von Kirchner Solar Lars Kirchner, Gastgeber für die Eröffnung der Alheimer Klimawoche, ergriff das Wort: Das Gesetz für erneuerbare Energien sei in Deutschland erfunden worden. Darauf könne man stolz sein, denn es sei weltweit das effektivste Gesetz. „Hauptsächlich mit Biogasanlagen und Photovoltaikanlagen, decken wir in Alheim zu 99,3 Prozent unseren Energiebedarf selbst ab“, erklärt Kirchner stolz. Mit rund 188 Millarden Kilowattstunden lieferten Erneuerbare Energien 29 Prozent der deutschen Bruttostromerzeugung und seien somit die wichtigsten Energieträger zur Stromproduktion, appellierte Kirchner an die Besucher abschließend.

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