Alles aus – ohne Haus! Streit der Wehren bei Heringen

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Marodes Gerätehaus: Feuerwehr Leimbach steht vor dem Aus – Einigung mit Heringer Kameraden scheiterte

Heringen/Leimbach. Seit 85 Jahren gibt es die Freiwillige Feuerwehr in Leimbach – nun soll Schluss sein. Doch nicht etwa, weil es zu wenig Aktive gibt – stattdessen machte das marode Feuerwehrgerätehaus den zwölf aktiven Mitgliedern einen Strich durch die Rechnung.

Im KA-Gespräch machten die Leimbächer jedoch unter ­anderem Bürgermeister Hans Ries aus Heringen dafür verantwortlich: "Der desolate Zustand des Gerätehauses ist für uns nur der vorgeschobene Grund, denn es wurde schon länger versucht uns zu schließen."Auch das sich durch die Schließung möglicherweise der in die Freiwillige Feuerwehr eingegliederte Feuerwehrverein auflösen muss, ­interessiere laut der Leimbächer Kameraden niemanden bei der Stadt. "Und das, obwohl sich dadurch in einem kleinen Ort wie Leimbach das komplette Vereinsleben ändern wird."

Nachdem es in der Vergangenheit einige Gespräche gegeben hatte, war auch eine Wehr-in-Wehr-Lösung diskutiert worden. Hierbei sollte das Feuerwehrfahrzeug in Heringen untergestellt, jedoch eigenständig von der Feuerwehr Leimbach er-­halten werden. "Aber selbst dieser Vorschlag wurde ohne Absprache mit uns als Be­troffene verworfen", be­haupten die Kameraden der Leimbacher Feuerwehr.

Bürgermeister Hans Ries erklärt auf KA-Nachfrage seine Sicht der Dinge: "Es gibt seit 2005 einen Feuerwehrentwicklungsplan, zu dem auch die Leimbacher Abteilung ­ihre Zustimmung gab." Da das Gerätehaus in Leimbach nur rund 900 Meter vom ­Heringer Feuerwehrgerätehaus entfernt liege, mache es wirtschaftlich keinen Sinn das marode Gebäude noch zu erhalten.

"Die Mitglieder der Heringer Feuerwehr ­haben sich aber sehr kameradschaftlich verhalten – und würden sich ­freuen, neue ­aktive Mitglieder aufzu­­nehmen", so Ries und weiter: "Jedoch als aktiver Teil der Heringer Feuerwehr, nicht als Frei­willige Feuerwehr Leimbach. Denn zwei Feuer-­wehren in einem Haus, das geht einfach nicht." Der ­Feuerwehrverein Leimbach wäre davon natürlich nicht betroffen und könnte weiter existieren. Das habe man in Leimbach aber abgelehnt. Ries: "Ich verstehe nicht warum. Zur Info: Der Wehrführer aus Heringen kommt sogar aus Leimbach. Eigentlich ­sollte es also hier keine Probleme geben."

Die Leimbächer Kameraden erklären im KA-Gespräch abschließend, ­keinen Streit mit den ­Kollegen zu wollen und wünschen ihnen alles Gute. "Wir suchen uns nun eben ein anderes Hobby."

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