Alte Hochzeitsbräuche im Alheimer Rathaus

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Vergnuegliches bekamen die Besucher der Alheimer RathausGeschichten zu hoeren. Foto: nh

Alheim. Es war wieder mal ein sehr vergnüglicher Nachmittag im Trauzimmer des Alheimer Rathauses unter dem Motto: "He geht schon ninn, bale wird

Alheim.Es war wieder mal ein sehr vergnüglicher Nachmittag im Trauzimmer des Alheimer Rathauses unter dem Motto: "He geht schon ninn, bale wird Hossich sin"

Ab dem 10. Lebensjahr wurde für jedes Mädchen die Aussteuer gesammelt. Zum Geburtstag und Weihnachten gab es in der Regel drei Geschirrhandtücher, Sammeltassen, Handtücher, einzelne Kopfkissen und allerlei Dinge, die man für das zukünftige Leben als Ehefrau braucht. Es wurde vom kennenlernen erzählt, den heimlichen Spaziergängen im Dunklen auf abgelegenen Wegen, denn es durfte niemand wissen, dass man sich gefunden hatte, bis hin zu ersten nach Hause bringen bis VOR die Haustür. Bis zu einem Jahr hat es manchmal gedauert, bis die Eltern der Braut den jungen Mann in die Wohnung baten und dann wusste man in der Nachbarschaft: He geht schon ninn, bale wird hossich sin! Er wird herein gebeten, bald wird die Hochzeit sein.

Nach angemessener Zeit verlobte man sich – dass musste sein, so hat es sich damals gehört. 1 – 2 Jahre dauerte die Verlobungszeit dann ungefähr. Aber auch das war nicht, wie man es sich heute vorstellt. Übernachtungen bei der Braut gab es nicht, denn es galt als gesetzeswidrig und man wurde der "Kuppelei" bezichtigt.

Hatte eine Familie drei Töchter war ideal wenn dem Alter nach geheiratet wurde.

Löste der junge Mann die Verlobung auf, so war er verpflichtet, für alle Unkosten, die die Braut hinsichtlich der bevorstehenden Hochzeit hatte aufzukommen.

Der Brautstrauß war damals ganz traditionell mit weißen Nelken und viel Grün bestückt; außerdem zahlten die Eltern der Braut in der Regel die Feier.

Es wurde geschwätzt über das große Kuchenbacken und die Arbeit vor der Hochzeit aber auch über Feier selbst. Hochzeitswitze wurden von den Zuhörern erzählt und –wie auch bereits an den vergangenen Erzähl-Nachmittagen – eine wunderbare Geschichte im Bömbächer Platt vorgelesen.

Anschließend schwelgte man in den Erinnerungen an die eigene Hochzeit, die bei einigen der Besucher schon über 50 Jahre zurück liegt.

Beim nächsten und letzten Schnuddel-Nachmittag, am 10. April 2012, ist das Motto: Alles neu macht der Mai – es gibt neues Leben auf dem Land: Klückchen, Wüllen-Enten und Maigibbchen – alles Getier bekommt Junge

Außerdem gibt es einen Rückblick auf ein halbes Jahr Rathaus-Geschichten.

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