Neues Zuhause für Schlangen und Kröten am Obersberg

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Die MSO-Schüler auf der Suche nach den Erdkröten, die sich bereits eingenistet haben.
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Neuen Lebensraum geschaffen: Auf der Modellschule Obersberg wurde gestern die neue Amphibien- und Reptilienanlage eröffnet.

Bad Hersfeld. Für einige Amphibien- und Reptilienarten gibt es ab sofort ein neues zu Hause: Im Rahmen des Projekts „Gemeinsam für die Natur“ wurde an der Modellschule Obersberg eine biotopische Anlage für Amphibien und Reptilien angelegt. Über ein Jahr dauerte die Bau- und Gestaltungsphase, die von zahlreichen Schülern, Lehrern und Helfern unterstützt wurde. Am Donnerstag lud Schulleiter Karsten Backhaus zur Einweihung der nun fertigen Anlage ein. In einer Powerpoint-Präsentation zeigte Biologielehrer Jan Bornemann zunächst die Fotschritte während des Baus der Amphibien- und Reptilienanlage. „Unsere neue Anlage ist eine gute Sache. Sie dient dem Schutz von Amphibien und Reptilien“, erklärte der Biolehrer. Die Errichtung der Biotope habe die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) ermöglicht. Die DGHT fördert verschiedene herpetologische, veterinärmedizinische sowie natur- und artenschutzbezogene Forschungsprojekte. Die MSO erhielt für ihr Projekt einen Zuschuss über 1.500 Euro. „Wir hätten nicht gedacht, dass wir uns mit unserer Bewerbung durchsetzen können und die Fördermittel bekommen“, freut sich Bornemann. Vorher war die Fläche mit Tennisplätzen und einer Springgrube bestückt, genutzt wurde der Sportbereich aber schon lange nicht mehr. Auch Backhaus freut sich über die nützliche Nutzung der ehemaligen Sportanlage: „Wir sind sehr glücklich, dass wir jetzt diese Außenanlage haben und damit einigen Tieren einen geeigneten Lebensraum sichern können.“

Viele fleißige Helfer

Zahlreiche Schüler, Lehrer und andere Helfer packten kräftig mit an, um die Anlage fertigzustellen. Sogar der Sport-Leistungskurs und die Feuerwehr kamen zum Einsatz: Die kräftigen Sportler mussten die Steine für die Trockenmauern schleppen, während die Feuerwehr die angelegten Teiche füllte. Insgesamt wurden auf dem Gelände 30 verschiedene Biotope für mehrere Amphibien- und Reptilienarten eingerichtet. „Wir erwarten maximal fünf Reptilien- und fünf Amphibienarten, die hier in der Umgebung vorkommen“, erklärt Karl Heinz Humburg, ehemaliger Biologielehrer der MSO. Fünf Erdkröten seien bereits da, vier Männchen und ein Weibchen. Deshalb gebe es sogar schon ein paar hundert Kaulquappen in einer der angelegten Teiche, erklärt Humburg während der Führung durch die Anlage. Als neue Bewohner der Anlage werden unter anderem die Erdkröte, der Grasfrosch, der Berg- und Teichmolch sowie der Feuersalamander erwartet. An Reptilienarten werden zum Beispiel mit der Ringelnatter, Schlingnatter, Blindschleiche sowie der Berg- und Zauneidechse gerechnet. Ab sofort können die Schüler der neuen Anlage jederzeit einen Besuch abstatten.

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