Andreas Schweimer ist seit Sonntag ganz offiziell katholischer Seelsorger von Bebra und Rotenburg

Rotenburg. Nur sieben Wochen nach der Verabschiedung von Pfarrer Dr. Alois Hilbert wurde der mit Wirkung vom 1. Juli zum Pfarrer der katholischen Pfar

Rotenburg. Nur sieben Wochen nach der Verabschiedung von Pfarrer Dr. Alois Hilbert wurde der mit Wirkung vom 1. Juli zum Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde Rotenburg berufene gebürtige Fuldaer Andreas Schweimer am Sonntag in einer Messfeier in sein neues Amt eingeführt.

Zu den Mitfeiernden in der sehr gut besuchten Kirche Christus der Erlöser zählten neben den Ministranten und Weggefährten – im Hintergrund von links – Pfarrer Markus Blümel (Eiterfeld, 7.v.r.), Pfarrer Joseph Nzati (früher Bebra, jetzt Melsungen), Pfarrer Joachim Hartel (Sontra), Dechant Mario Kawollek (Eschwege), Monsignore Bernhard Schiller (Bad Hersfeld) und Klinikseelsorger Diakon Johannes Wiegard (Rotenburg).

Angesichts des Priestermangels wird Schweimer auch für die Pfarrgemeinde Bebra mit den Filialkirchen Cornberg und Lispenhausen zuständig sein. Aber daraus solle kein Problem erwachsen, wie er in seiner Antrittspredigt unterstrich: "Die Liturgie sagt uns ganz deutlich: Seid eins. Seid geduldig. Seid freundlich. Stützt euch, profitiert voneinander, helft euch, lebt euer Leben, vor allem aus dem Glauben, gemeinsam – das ist leichter und schöner."

In sehr ansprechender Weise dachte er über die Architektur von Kirche nach, die als Bauwerk in früheren Zeiten ein Abbild des Himmels sein wollte. Heute sehe man das Feiern der Liturgie und die damit verbundene Gegenwart Gottes als entscheidend an – das, was geschehe, fülle den Raum. Ausgehend von der Tageslesung bezeichnete er "Einheit und Mittun" deshalb auch als die beiden Säulen einer lebendigen Kirche: "Alle sollen sich mit ihren Fähigkeiten einbringen, sonst ist eine Gemeinde keine Gemeinde!"

Der Eschweger Dechant Mario Kawollek hatte zu Beginn der von der Musikalität Schweimers geprägten Messfeier die Ernennungsurkunde des Fuldaer Bischofs Heinz-Josef Algermissen verlesen und dem neuen Amtsbruder symbolisch die Schlüssel für "seine" beiden Kirchen überreicht.

Der Moderator des Pfarrverbundes St. Lullus Hersfeld-Rotenburg, Monsignore Bernhard Schiller, rief den Gläubigen zu: "Teilen Sie sich Ihren Pfarrer so, dass er Vieles wagen kann, denn er kann Vieles. Aber passen Sie auf, dass er dabei nicht zerschlissen wird!"

Die Grüße der evangelischen Kirche übermittelte Pfarrer Michael Dorfschäfer. Er erinnerte an die guten ökumenischen Traditionen und wünschte Schweimer Kraft, Zuversicht und Gottes Segen für die vor ihm liegende große Aufgabe.

Für die beiden Pfarrgemeinde- und -verwaltungsräte sprachen Annelie Hopt (Rotenburg) und Heidrun Breitenstein (Bebra). Mit großer Freude stellten sie fest, dass ihnen bislang nur Positives über den neuen Seelsorger zu Ohren gekommen sei: "Wie es scheint, ist es ihm gelungen, die Herzen aller zu erreichen!"

Im Anschluss an die offizielle Einführung waren alle Gottesdienstbesucher zu einem sommerlichen Beisammensein im Außenbereich des Gemeindezentrums eingeladen. Fleißige Helfer sorgten für Kaffee und Kuchen, Gegrilltes und Gebratenes und Getränke nach Geschmack.

Fotos: Apel

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Böschungsbrand legte Zugverkehr Lahm

Die Bahnstrecke zwischen Eisenach und Bebra war am Dienstag stundenlang gesperrt.
Böschungsbrand legte Zugverkehr Lahm

Fotogalerie: Vulcano Race und Battle

Hobbysportler auf dem Weg zum Gipfel.
Fotogalerie: Vulcano Race und Battle

Hinterachse nach Reifenplatzer in Brand

Engagement bewiesen: Ein Lkw-Fahrer hielt an, eilte zum brennenden Lastzug und verhinderte mit seinem Einsatz einen Vollbrand.
Hinterachse nach Reifenplatzer in Brand

Abend der Rhythmen: „Die Geschichte vom Soldaten“ begeisterte das Publikum

Cush Jung, Hardy Punzel und Karla Sengteller lasen die „Geschichte vom Soldaten“ in der Stiftsruine. Die musikalische Leitung hatte Sebastian Bethge.
Abend der Rhythmen: „Die Geschichte vom Soldaten“ begeisterte das Publikum

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.