Auch mal Innehalten

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Alheim. Bürgermeister Georg Lüdtke im KA-Gespräch.

Alheim. Georg Lüdtke will es in diesem Jahr in Alheim etwas ruhiger angehen. "Man muss auch mal innehalten und die Prozesse nachjustieren", erklärt er.Dazu trägt allerdings auch bei, dass auch Alheim nicht von – geringen – Haushaltssorgen verschont bleibt. Durch Gewerbesteuer-Rückgänge fehlen in diesem Jahr rund 450.000 Euro. Dass Alheim keine Schutzschirm-Kommune ist, macht die Sache nicht einfacher, denn an diese werden dieselben Maßstäbe angelegt wie bei den Schulden-Meistern – nur dass den anderen Kommunen dabei keine Schulden erlassen werden.

Bis 2016 soll der Haushaltsausgleich erreicht werden, doch in der Zwischenzeit sind große Sprünge nicht mehr drin. Lüdtke hofft, dieses Ziel mit Einsparungen und entsprechendem sparsamen Wirtschaften zu erreichen: "Ich will keine Gebühren erhöhen und keine Steuern erhöhen" – schließlich seien niedrige Lebenshaltungskosten ein Anreiz für junge Menschen, sich überhaupt im ländlichen Raum niederzulassen und ihm so eine Zukunft zu ermöglichen, wie Alheim es vorgemacht hat: Die Gemeinde unterliegt nicht dem demografischen Wandel und kann sowohl hochqualifizierte Einwohner wie auch entsprechende Jobs vorweisen – und so soll es auch bleiben. "Wir hoffen, dass der Gesetzgeber uns unterstützt und nicht immer neue Forderungen an uns stellt", so Lüdtke.

Zu den Projekten die in diesem Jahr weitergeführt werden sollen, gehört natürlich zuvörderst die interkommunale Zusammenarbeit. Der Ende letzten Jahres gegründete Verwaltungszweckverband "Alheimer" mit Rotenburg wird in diesem Jahr mit dem Ausbau der gemeinsamen Personalverwaltung, der Zusammenführung des Standesamtes und der gemeinsamen Kasse weitrergeführt. Dabei legt Lüdtke aber Wert auf die Feststellung, dass die ZuBRA damit keinesfalls abgeschrieben ist. So wird beispielsweise der gemeinsame Bildungsplan weiter auf den Weg gebracht und im Energiebereich an einem gemeinsamen Flächennutzungsplan gearbeitet.Dass auch im Kleinen vieles möglich ist, zeigt das Familienzentrum, dass sich – anfangs belächelt – im vergangenen Jahr zu einem nachgefragten Angebot entwickelt hat.

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