Auch Korbach „gestört“

AKTUELL! GANZ NEU die Stellungnahme des Betreibers: MVV Energiedienstleistungen bedauert den Vorfall sehr... HIER das PDF ode

AKTUELL! GANZ NEU die Stellungnahme des Betreibers: MVV Energiedienstleistungen bedauert den Vorfall sehr... HIER das PDF oder klicken Sie auf den Ausriss

+++ +++ +++

Nicht nur im MHKW Heringen lufts unrund, auch in Korbach gabs eine Betriebsstrung das sagt das RP...

Korbach. Die Orifginal-Pressemitteilung des Regierungsprsidiums:Industrieheizkraftwerk Korbach: SachstandDer Ablauf der Betriebsstrung beim Industrieheizkraftwerk der MVV in Korbach vom 25. bis 27.08.2009 stellt sich wie folgt dar. Am 25.08.2009 gegen 20:00 Uhr wurde von der Anlagenbetreiberin ein sprunghafter Anstieg der Quecksilberkonzentration im Reingas bis auf 44 g/m3 festgestellt. In der Folgezeit verharrte der Messwert trotz verstrkter Aktivkohlezugabe in den Abluftreinigungsprozess auf diesem Niveau. Das Messgert war offensichtlich so eingestellt, dass es keine hheren Werte in der Kontrollwarte anzeigte. Die Betreiberin deutete die Messwerte als technischen Fehler im Messgert und lie am 26.08.2009 zwischen 10:15 bis 17:10 Uhr das Gert durch einen Techniker der Herstellerfirma warten. Das Regierungsprsidium Kassel war am Morgen nur ber einen Ausfall der Quecksilbermessung und die fr den Tag angesetzte Strungsbeseitigung durch den Hersteller informiert worden. Die Wartung durch den Techniker der Herstellerfirma ergab, dass das Messgert korrekt misst. Die Betreiberin hat daraufhin gegen 18:07 Uhr die Abfallaufgabe in den Verbrennungsprozess gestoppt. Um 18:50 Uhr wurden zur Sicherstellung der erforderlichen Mindestabfallverbrennungstemperatur die Erdgassttzbrenner zugeschaltet. Der Befund der Messgerteberprfung wurde um 22:10 Uhr per e-mail an das Regierungsprsidium Kassel weitergeleitet.Es wurde ferner eine berschreitung des festgesetzten Tagesmittelwertes von 30 g/m3 fr Quecksilber eingerumt. Am Morgen des 27.08.2009 wurde daraufhin in einem Telefonat die Betreiberin vom Regierungsprsidium Kassel aufgefordert, die zu diesem Zeitpunkt noch ausschlielich mit der Erdgassttzfeuerung betriebene Abfallverbrennungsanlage herunterzufahren. Dem ist die Betreiberin nachgekommen. Um 10:55 Uhr wurden die Sttzbrenner abgeschaltet. Die Auswertung der vorliegenden Messprotokolle ergab, ferner, dass die eigentliche Abfallverbrennung sptestens gegen 23:30 Uhr am 26.08.2009 beendet gewesen ist.Im Nachgang zur Betriebsstrung wurden verschiedene Untersuchungen durchgefhrt. So wurde insbesondere die Zudosierung des Adsorbens sowie die Spezifikation der eingesetzten Aktivkohle berprft und eine Ausbreitungsrechnung fr die Quecksilberbelastung mit den konkreten Wetterdaten erarbeitet. Die Orte fr die maximalen Konzentrationen bzw. Beaufschlagungen wurden in einem Areal 1 bis 2 km nordstlich von der Verbrennungsanlage auf freiem Feld ermittelt.Um zu klren, inwiefern ggf. eine relevante Beaufschlagung der umliegenden Umgebung mit Quecksilber vorliegt, wurden im Auftrag des Regierungsprsidiums Kassel Bodenproben gezogen. Im Bereich der maximalen Aufschlagpunkte nordstlich vom Industrieheizkraftwerk wurden der oberste Bodenhorizont und die darunter liegende Schicht beprobt und analysiert. Die Untersuchungen ergaben keinen Hinweis auf schdlichen Bodenvernderungen. Durch das Hessische Landesamt fr Umwelt und Geologie werden noch weitere Proben gezogen und ausgewertet. Die Ursache der Betriebsstrung ist offensichtlich auf eine unzulssig hohe Menge an Quecksilber im Ersatzbrennstoff zurck zufhren. ber die Hhe der Grenzwertberschreitungen kann zurzeit keine gesicherte Aussage gemacht werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Emissionen ber einen Zeitraum von ca. 30 Stunden zum Teil deutlich ber dem zulssigen Tagesmittelwert von 30 g/m3 gelegen haben. Eine Abschtzung der Betreiberin kommt zu einer berschreitung des Tagesmittelwertes ca. zum 25-fachem.Ob aus den vorliegenden Messprotokollen und den im Nachgang zur Betriebsstrung erarbeiteten gutachterlichen Stellungnahmen Rckschlsse auf die tatschliche Hhe der berschreitung gezogen werden knnen, wird derzeit noch geprft. Bei der Dauer der Betriebsstrung ist allerdings auch bei einer berschreitung des Quecksilber - Grenzwertes um den Faktor 25 nicht von einer gesundheitlichen Beeintrchtigung auszugehen.Aufgrund der laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen kann derzeit keine Aussage hinsichtlich der Verantwortlichkeit fr die Betriebsstrung gemacht werden.Die Betreiberin hat zwischenzeitlich einen Manahmenkatalog zur Verbesserung der betrieblichen Ablufe vorgelegt. Im Wesentlichen ist vorgesehen, eine zustzliche Aktivkohledosierung in die Abgasreinigung einzubauen, die Betriebsorganisation zu optimieren und die Kontrollen der Abfallanlieferer zu verbessern. Auerdem soll der sich noch in den Bunkern befindende Abfall aus der Anlage gerumt und dann ordnungsgem entsorgt werden.Mit einem Wiederanfahren der Abfallverbrennung ist nicht vor Oktober zu rechnen. Die Energieversorgung der Continental AG wird mit den erdgasbetriebenen Hilfskesseln der Anlage sichergestellt.

+++

Auf Hinweis von KA-Online-Leserin Liese Mller:

Der Link zum KA-Artikel Alarm am Monte Kali wo wir auf den Bericht im Spiegel vom 24. August 2009 verweisen (aus dem Kreisanzeiger-Online-Archiv)

Wenn Sie auf das Bild klicken gehts gleich zum PDF des Spiegel-Artikels

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Hitze und Blitze heizten den Sportlern beim Vulcano Race und Battle ein

Bildergalerie: Hobbysportler auf dem Weg zum Gipfel.
Hitze und Blitze heizten den Sportlern beim Vulcano Race und Battle ein

Waldhessen erkunden: Jetzt zur Sommertour mit dem Landrat anmelden

Am Donnerstag, 13. August, und Freitag, 14. August, findet die Sommertour mit Landrat Dr. Koch statt. Anmeldungen sind ab heute möglich.
Waldhessen erkunden: Jetzt zur Sommertour mit dem Landrat anmelden

Memorabilien aus vergangenen Theater-Aufführungen

Am Sonntagnachmittag gab es im "Anderen Sommer" einen kleinen, aber feinen Verkauf von Requisiten, Kostümen und Ausstattungsstücken der vergangenen Festspieljahre.
Memorabilien aus vergangenen Theater-Aufführungen

Richy Müller bei den "Nachteulen": "Ich gehe nach meinem Bauchgefühl"

2016 spielte er in "Hexenjagd" und in der Nacht zu Sonntag plauderte Richy Müller bei Dominic Mäckes "Nachteulen" in der Stiftsruine.
Richy Müller bei den "Nachteulen": "Ich gehe nach meinem Bauchgefühl"

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.