Austausch über Grenzgebiete: Dr. Koch und Lübeck besuchen Korea

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Landrat Dr. Michael Koch und CDU-Kreisvorsitzender Timo Lübeck berichten in Korea über Erfahrungen der Grenzregion.

Seoul/Hersfeld-Rotenburg. Zu einer Konferenz über die Entwicklung der ehemaligen innerdeutschen Grenzgebiete und daraus resultierende Lehren für die koreanische Halbinsel waren kürzlich Landrat Dr. Michael Koch und der CDU-Kreisvorsitzende Timo Lübeck als Teil einer kleinen deutschen Delegation nach Seoul gereist.Beide berichteten auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung Koera über das Zusammenwachsen der hessisch-thüringischen Grenzregion. Dabei gingen sie insbesondere auf gemeinsame Wirtschaftsräume, Infrastrukturprojekte und die Erinnerungskultur ein.

Neben der Konferenz tauschten sich die beiden CDU-Politiker in zahlreichen Gesprächen intensiv mit Vertretern der regierenden Saenuri-Partei, Studenten, Forschern, Historikern, Journalisten und Vertretern der deutsch-koreanischen Industrie- und Handelskammer aus. Auch eine Fahrt zur demilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea stand auf dem Programm."Korea ist einerseits eine sehr moderne Industrienation, in einigen Bereichen wirkt es aber noch wie ein Schwellenland. Geopolitisch handelt es sich um eine der spannendsten und zugleich schwierigsten Regionen der Welt", zeigten sich Koch und Lübeck beeindruckt.

Landrat Dr. Michael Koch schlug einen regelmäßigen Austausch mit Kommunen der koreanischen Grenzgebiete vor. Dafür stehe er gemeinsam mit seinem thüringischen Amtskollegen Reinhard Krebs gerne zur Verfügung. "Die Wiedervereinigung war ein großer Glücksfall für unsere Region. Wenn wir mit diesen Erfahrungen jetzt einen kleinen Beitrag zur Annäherung der Menschen in den koreanischen Grenzgebieten leisten können, lohnt sich der Einsatz", so Koch.

"Unsere Botschaft auf der Konferenz war, dass man eine Wiedervereinigung nicht ausschließlich an finanziellen und wirtschaftlichen Fragen festmachen kann. Das ist in Korea aus meiner Sicht zu sehr der Fall", so der CDU-Kreisvorsitzende Timo Lübeck.Man habe versucht deutlich zu machen, dass sich jeder Versuch lohne, verschiedenste Gesprächskanäle offen zu halten. "Und dass es oftmals kleine Projekte sind, die eine Annäherung voranbringen können."

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