Autobahnpolizei kontrollierte Tiertransporte

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Dieser vorbildliche Masttiertransport erhielt ein lob von den Beamten.

Positive Bilanz: Nur einige Ordnungswidrigkeiten, aber keine Verstöße gegen Tierschutz

Bad Hersfeld. Im Rahmen der regelmäßigen gemeinsamen Kontrollen zwischen der Kreisveterinärbehörde Hersfeld-Rotenburg und der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld, wurden auf den osthessischen Bundesautobahnen A4, A5 und A7, insgesamt sieben Tiertransporte kontrolliert, von denen vier beanstandet und einer vorübergehend stillgelegt werden musste. Von 8 bis 18 Uhr wurden am Dienstag, 14. Mai, bei „bestem Kontrollwetter“ die unterschiedlichsten Tiertransporte angehalten und kontrolliert. Vom kleineren regionalen Viehhändlerfahrzeug bis zum 40-Tonnen-Ferkeltransportzug, war die Palette der angetroffenen Viehtransporte breit gefächert.

Der Ferkeltransport wurde vormittags in Kirchheim von der A7 gezogen und kontrolliert. Der mit etwa 600 Mastferkeln beladene Sattelzug mit Spezialaufbau stach an diesem Tag positiv hervor. Alle geladenen Ferkel machten einen unauffälligen Eindruck, dösten aneinandergelegt und offensichtlich zufrieden während der gesamten Kontrolle. Weil auch sämtliche mitzuführenden Dokumente vorgelegt wurden und darüber hinaus weder Fahrer noch Transporter einen Grund zur Beanstandung boten, war diese Kontrolle schnell beendet. Nicht jedoch, ohne den sachkundigen Fahrer noch vor der Weiterfahrt für seinen tadellosen Transport angemessen gelobt zu haben. Anders lagen die Dinge bei einem Pferdetransport aus Sachsen. Dieser war auf der A4, in Höhe der Anschlussstelle Wildeck-Hönebach, in Fahrtrichtung Westen, auffällig geworden. Bereits im Vorbeifahren war hier eine deutlich erkennbare Schieflage des 7,5-Tonnen-Lkw festzustellen. Wie sich bei der anschließenden Kontrolle dieses Transportes auf dem Parkplatz „Seulingswald“ herausstellte, war der Solo-Lkw mit insgesamt fünf größeren Reitpferden beladen. Es bestand daher der Verdacht einer nicht unerheblichen Überladung bei diesem Transport. Entgegen jeder Vorschrift zur Lastverteilung auf Transportfahrzeugen, waren die Tiere quer zur Fahrtrichtung, alle in Richtung Beifahrerseite blickend, verladen worden. Dies hatte zur Folge, dass der Aufbau des relativ kleinen Lkw, auf der Fahrerseite genau vier Zentimeter tiefer hing, als auf der rechten Fahrzeugseite.

In langsamer Fahrt wurde der Pferdetransport unter Polizeibegleitung der nächsten geeigneten Fahrzeugwaage in Bad Hersfeld zugeführt und verwogen, wo sich der verdacht der Überladung bestätigte. Die Weiterfahrt musste unmittelbar untersagt werden, da durch Überladung und Schieflage die Verkehrssicherheit nicht gewährleistet war. Nach einer leider nicht vermeidbaren Wartezeit für die fünf Pferde wurden im Anschluss an die Kontrolle, zwei der Tiere auf ein herangeführtes zweites Tiertransportfahrzeug umgeladen. Die auf dem Lkw verbliebenen drei Pferde konnten so umverteilt werden, dass die vorherige Schieflage des Transportes beseitigt wurde. Gegen die Zweifahrer-Besatzung des LKW und gegen den Eigentümer der Pferde, der gleichzeitig Halter des LKW war, wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Jeder der drei Betroffenen wird deshalb mit nicht unerheblichen Bußgeldern und mit Punkten im Fahreignungsregister in Flensburg zu rechnen haben. Bei drei weiteren Tiertransporten wurden seitens der Veterinärbehörde teils gebührenpflichtige Verwarnungen, unter anderem wegen nicht mitgeführten oder mangelhaft geführten Transportdokumenten, ausgesprochen. Als Fazit dieses erneuten gemeinsamen Kontrolltages bleibt anzuführen, dass einmal mehr keine schwerwiegenden Verstöße mit unmittelbarer Tierschutzrelevanz festzustellen waren. In Sachen Tierschutz ein durchaus positives Resümee. Festzustellen bleibt auch, dass bei den an diesem Tag kontrollierten regionalen Tiertransportunternehmen, keine oder nur geringfügige Verfehlungen zu verzeichnen waren. Vielleicht kommt hierin auch der, im gesamten osthessischen Bereich seit Jahren anhaltend vergleichsweise hohe Kontrolldruck im Tiertransportsektor, zum Ausdruck. Das Negativbeispiel des gestoppten Pferdetransportes untermauert jedoch gleichzeitig ein weiterhin bestehendes Kontrollbedürfnis auch und gerade im Bereich von Tiertransporten.

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