Überladener Autotransporter gestoppt

Der auf dem viel zu kleinen Auflieger geladene Kastenwagen drohte herabzufallen. Foto: Polizei

Die Autobahnpolizei Bad Hersfeld zog einen Transporter mit unzureichend gesicherter Ladung aus dem Verkehr.

Kirchheim. Beamten der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld gelang es, einen verkehrsunsicheren Lastzug aus dem Verkehr zu ziehen und damit Schlimmeres zu verhindern. Die Polizisten machten den gefährlichen Transport auf der A7 in Höhe des Kirchheimer Dreiecks ausfindig und unterzogen ihn anschließend einer Kontrolle. Das Fahrzeuggespann war mit zwei Personenwagen und einem stark unfallbeschädigten Kastenwagen beladen. Da die Ladefläche des Anhängers für die beiden Fahrzeuge zu kurz war, hatte der 32-jährige Fahrer aus Osteuropa die Fahrspurbleche des Anhängers nach vorne mit Auffahrrampen verlängert, auf denen nun die Vorderachse eines Pkw abgestellt war. Auch nach hinten war der Platz nicht ausreichend, um den genannten Kastenwagen dort vorschriftsmäßig abzustellen und zu sichern. Dieser stand mit der Hinterachse noch gerade eben auf dem äußersten Heck der Ladefläche des Drei-Achs-Anhängers. Die Ladungssicherung insgesamt war ebenso unvorschriftsmäßig und völlig unzureichend.

Verschärfend kam hinzu, dass der Aufbau des Kastenwagens aufgrund eines Vorschadens in Fetzen herabhing und sich während der Fahrt in alle Richtungen bewegte. Bereits abgerissene Teile des Kofferaufbaus waren lose und ungesichert mitgeführt worden und drohten jederzeit auf die Fahrbahn zu fallen. Die Weiterfahrt des Auto­transportes wurde an Ort und Stelle durch die Polizeibeamten untersagt. Nach der Umladung des beschädigten Kastenwagens auf ein anderes Fahrzeug sowie einer Nachsicherung der beiden verbleibenden Pkw, konnte die Weiterfahrt etliche Stunden später gestattet werden.

Gegen den polnischen Transportunternehmer wurde ein Verfahren nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz eingeleitet. Hierbei können ungerechtfertigte Gewinne auch bei ausländischen Transportunternehmen vollständig eingezogen werden. Im vorliegenden Fall wurde der zu veranschlagende Einziehungsbetrag mit etwa 2.600 Euro beziffert.

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