Bebraer Parlament stellt sich hinter Vereine

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Innerhalb von drei Monaten soll in Bebra eine Vereinskonferenz einberufen werden, die die zukünftige Unterstützung der Vereine thematisiert.

Bebra. Eine bedeutsame Entscheidung haben die Bebraer Stadtverordneten gestern Abend getroffen: Sie möchten ehrenamtliches Engagement in den heimischen Vereinen weiterhin unterstützen und gebührend würdigen. Aus diesem Grund soll in naher Zukunft - spätestens innerhalb von drei Monaten - eine groß angelegte Vereinskonferenz stattfinden, an der alle in der Stadt Bebra organisierten Vereine teilnehmen können. Ziel soll es sein, mit den ehrenamtlich Tätigen die Rahmenbedingungen für eine künftige Unterstützung seitens der Stadt zu erörtern, auch unter dem Zwang der Haushaltskonsolidierung. Ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion wurde in der Sitzung vom Mittwochabend einstimmig beschlossen.

Hintergrund des Beschlusses ist die Debatte um die fristlose Kündigung zur Nutzung der städtischen Sportplätze, die den Vereinen kürzlich ausgesprochen wurde und zum Ende des Jahres wirksam wird. Bürgermeister Hassl hatte sich eine Gleichstellung aller Vereine gewünscht (wir berichteten). Doch wie Christina Kindler (SPD) gestern Abend betonte, könne man "Fußball nicht auf einem Schachbrett spielen", unterschiedliche Sportarten benötigten auch unterschiedliche Voraussetzungen, die sich wiederum in Kosten niederschlagen - "das ist wohl jedem klar". Auch Thorsten Bloß (CDU) unterstützte dies: "Wir begrüßen jede Bemühung, mit den Vereinen ins Gespräch zu kommen. Man sollte den Blick für das Wesentliche erhalten." Kleinen Vereinen sollte man nicht unnötige Probleme aufbürden.

Vehement für die Vereine sprach sich auch der Sozialdemokrat Bernd Holzhauer aus. Lautstark rief er: "Manchen Vereinen fehlen selbst die Betreuerkräfte. Wie soll es da möglich sein, sich selbstständig um die Pflege der Sportstätten zu kümmern." Er sieht das soziale Engagement gefährdet, eine Gleichbehandlung aller Vereine sei nie möglich. Beispielsweise die Biber-Kampfbahn, die von mehreren Vereinen genutzt wird, sei schlichtweg "zu groß, um sie in die Hände der Vereine zu geben". Klaus Reifschneider (FWG) verstand indes die ganze Aufregung nicht. Für ihn stellt der Beschluss eine "Chance des Gesprächs" dar, "auf die man sich nun mit aller Kraft konzentrieren sollte."

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