Beeindruckende Stimmen für den Frieden

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Friedenskonzert mit Shiregreen und Bet Williams in der Auferstehungskirche.

Bad Hersfeld.  Die Sehnsucht nach einer friedlicheren Welt ist offenbar bei der Hersfelder Bevölkerung recht ausgeprägt – zu dem Friedenskonzert „Songs of Love and Peace“ mit Shiregreen und Stargast Bet Williams war die Auferstehungskirche am Sonntagabend mit über 300 Zuhörern jedenfalls voll besetzt. Pfarrer Carsten Röhr begrüßte die Gäste an diesem besonderen Tag. Nicht nur das Datum, der 27. Januar, Gedenktag der Opfer des Holocausts war gut gewählt, auch die Jahreslosung der christlichen Kirchen für 2019 passt gut zum Thema des Konzerts: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ – Ausdruck dafür, dass der Friede ein flüchtiges Gut ist und stets aufs neue errungen werden müsse. Angesichts des Wiedererstarkens rechter populistischer Kräfte, mahnte er, dass Krieg und Gewalt bereits im Alltag beginnen – mit Ausgrenzung und dem Niedermachen von Minderheiten. Mut zu machen, um für den Frieden einzustehen, so beschrieb Klaus Adamaschek den Zweck dieses Konzerts. Hierzu wollten die Künstler Denkanstöße geben, „Lösungen haben wir aber leider auch keine“, so Adamaschek.

„Wenn unsere Brüder kommen“ von Konstantin Wecker, mit dem Paul Adamaschek das Konzert eröffnete, gab den Grundtenor des rund dreistündigen Konzertereignisses vor: Im Mittelpunkt standen vor allem die Protestsongs der Friedensbewegung von bekannten Künstlern wie Joan Baez, Joni Mitchell und Arlo Guthrie. Selbstverständlich kamen dabei aber auch selbstgeschriebene Songs von Shiregreen wie „Gib mir ein Lied“ und „Das Land in dem die Liebe wohnt“ nicht zu kurz.

Mit Spannung wurde natürlich Stargast Bet Williams erwartet – die Sängerin aus New York war als Friedensbotschafterin aus den USA angereist, um zu zeigen, dass auch auf der anderen Seite des Atlantiks die friedensbewegten Menschen in der Mehrheit sind. Mit ihrer beeindruckenden Stimme und musikalischer Vielseitigkeit schlug sie das Publikum sogleich in ihren Bann, wechselte mühelos zwischen Bluesrock, Gospel und aramäischem Kirchengesang, mal Rock-Röhre, mal Engelsgesang. Noch dazu ist sie ein Energiebündel und kann auf der Bühne einfach nicht stillstehen: Stets wippt und tanzt sie, schwenkt ihre Gitarre oder trommelt auch mal darauf herum und unterstreicht ihre Worte mit markanten Gesten. So viel Begeisterung wirkte ansteckend, und so ließen sich die Zuhörer nicht lange bitten, mitzusingen und mitzuklatschen. Ruhigere Akzente setzte das Duo Triade. Paul Adamaschek und Marisa Linß gehören zwar zur festen Shiregreen-Crew, sind nun aber auch als „Duo mit Drei Stimmen“ unterwegs. Den Folk- und Song-writer-Classics setzten sie Lieder neueren Datums entgegen – die deshalb aber nicht weniger eindringlich waren, darunter Pinks „Dear Mr. President“ und „Zombie“ von den Cranberries. Natürlich durfte schließlich als Höhepunkt auch das gemeinsame Musizieren nicht fehlen. Klaus Adamascheks vorausgeschickte Entschuldigung, dass zum gemeinsamen Proben nicht viel Zeit gewesen sei, erwies sich als unnötig, denn bei den Klassikern wie „Me and Bobby McGee“ (in einer gemischten Kristoffersen/Joplin-Version) und „Teach your Children“ von Crosby, Still, Nash & Young waren die Musiker ohnehin in ihrem Element.

Angesichts dieses großen Erfolges soll die Konzertreihe mit weiteren Gastkünstlern aus den USA fortgesetzt werden – denn „Songs for Love and Peace“ kann es nie genug geben.

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