Miteinander leben – voneinander lernen: Behindertentag in Bad Hersfeld

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Hier finden Sie unseren Bericht und eine Fotogalerie vom 11. Deutschen Behindertentag in Bad Hersfeld

Bad Hersfeld. Mit den ­Händen reden, den Augen hören oder den Ohren sehen ist für viele Alltag – ­andere benötigen Räder zum Gehen oder jemanden, der ­ihnen im Alltag hilft. ­ Menschen mit ­Behinderungen gibt es viele in unserer Ge­sellschaft, daher hatten sich die Organisatoren des elften Deutschen Behindertentages das Motto „Inklusion leben“ auf die Fahnen geschrieben.

An 23 Ständen in der Fuß­gängerzone informierten ­ Vereine, Institutionen, Selbst-­hilfegruppen (SHG) und Fachhändler über Möglichkeiten, Einrichtungen und Hilfsmittel, die das Leben mit einer körperlichen oder ­geistigen Beeinträchtigung erleichtern und bisweilen ­sogar erst ermöglichen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung wurde in diesem Jahr dem Thema „das Auge anders sehen“ eingeräumt, auf dem Aktionsplatz des Blinden- und Sehbehindertenbundes Hessen (BSBH) gab es zahlreiche Angebote. „Wichtig ist der gegenseitige Austausch“, sagte Renate Beyer-Hose von der SHG Schlaganfall Bad Hersfeld – diese wurde bereits vor 18 Jahren ins Leben gerufen und trifft sich jeden letzten Mittwoch im Monat. Iris Esche und Anja Schaake-Hoffmann informierten sich am Stand von Waltraud Krauß über die Parkinson-Krankheit, „schließ­lich kann es einen jederzeit selbst treffen“, erklärten die beiden Frauen.

Als Betroffener zeigte Hasso Homburg seinen speziellen Rollator, der ihn dazu bringt, aufrecht zu gehen. „Ich bin viel damit ­unterwegs“, demonstrierte der 82-Jährige seine gewonnene Mobilität. Harry Schnitzer vom Sanitätshaus Fendel stellte Rollstühle für die unterschiedlichsten Anforderungen vor, vom kleinen faltbaren Elektromodell ­„Holiday“ bis hin zum großen Stehstuhl „Nemo“. Lydia ­Zoubek und ihre fünf Freunde waren extra aus Frankfurt angereist, mit dem Blindenstock und einem Smartphone als Navigationsgerät erkundeten die Südhessen Bad Hersfeld.

„In den vergangenen zehn Jahren hat sich einiges getan“, beschrieb BSBH-Vorsitzender Frank Schäfer die Entwicklung, „doch nach oben ist noch sehr viel Luft“, machte er deutlich. Über den den Tag gab es verschiedene musikalische Darbietungen auf der Bühne am Lingplatz, beim Konzert der Rodgau ­Monotones gab es für die Fans kein Halten mehr. Da wurde getanzt und mitgesungen, egal ob im Rollstuhl, blind oder gehörlos – der Rhythmus ging sofort ins Blut.

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