Berufliche Schulen Bebra: Klassenraum im Grünen

Bebra. Vor über 15 Jahren begannen die ersten Arbeiten für das Solarhaus an den Beruflichen Schulen Bebra. Es entwickelte sich zu einer guten Mögli

Bebra.Vor über 15 Jahren begannen die ersten Arbeiten für das Solarhaus an den Beruflichen Schulen Bebra. Es entwickelte sich zu einer guten Möglichkeit, alternative Energieformen praxisnah zu vermitteln. Um die Nutzungsmöglichkeiten zu verbessern, planen Schüler und Lehrer nun dessen Umbau und Erweiterung.

Das Solarhaus der Beruflichen Schulen Bebra ist seit langem auch in der Öffentlichkeit bekannt und wird von der Schulgemeinde verwendet, um alternative Energieformen im Rahmen des "LumiSol-Kurses" der Elektrotechniklehrerin Bianca Feyerabend begreiflich zu machen. Häufig nutzen es auch die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gestaltung, um abseits der üblichen Klassenräume an einem ruhigen und kreativen Ort, ihren Inspirationen freien Lauf lassen zu können und diese in ausdrucksstarken Gemälden festzuhalten.

"Leider hat das Solarhaus keine ausreichende Größe und einen ungünstigen Grundriss, um es regelmäßig als ‚Klassenraum im Grünen’ verwenden zu können", erklärt Judith Sperlich, Klassenlehrerin der Fachoberschule Gestaltung. "Hinzu kommt, dass im unteren Bereich der schräg gestellten Fenster die Holzkonstruktion infolge von Feuchtigkeit einen massiven Schaden aufweist."

Da Judith Sperlich als Diplom-Ingenieurin Architektur auch in der Fachoberschule für Bautechnik unterrichtet, lag es nahe, beide Punkte im dortigen Unterricht zu thematisieren.

1996 begann eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Bau und dem stetigen Ausbau des Solarhauses, auf dem lange vor dem Solarboom eine Photovoltaikanlage montiert wurde. "Es wurde damals nicht auf eine intensive Nutzung ausgelegt. Deshalb stellten wir uns nun die Aufgabe, das vorhandene Solarhaus so umzugestalten, dass es den gewachsenen Bedürfnissen gerecht wird", erläutert Judith Sperlich. "Die Fachoberschüler nahmen den Gedanken mit Begeisterung auf und entwickelten schnell brauchbare Ideen, die in einen konkreten Entwurf mitsamt einer Material- und Kostenschätzung sowie einem Bauzeitenplan mündeten", berichtet sie. "Gerne werden wir den Umbau mit der Erweiterung wieder mit einer Arbeitsgemeinschaft bewerkstelligen, doch wird für einige Arbeiten Hilfe von außen notwendig sein", so Judith Sperlich. Die vorhandenen Materialien sollen, soweit möglich, wieder verwendet werden.

Die Entwürfe stellte sie kürzlich im Rahmen einer Vorstandssitzung des Fördervereins der Beruflichen Schulen Bebra vor. Der Schulleiter der Beruflichen Schulen Bebra, Wolfgang Haas, sowie der Fördervereinsvorsitzende, Herbert Heisterkamp, zeigten sich von den Ideen und Planungen beeindruckt und sind sich einig, gleichermaßen die Verantwortung für den Umbau und die Erweiterung zu tragen. Der Vorstand des Fördervereins stimmte der Realisierung des Vorhabens einstimmig zu. Auch weitere Vorstandsmitglieder zeigten sich interessiert und stellten ihre Unterstützung in Aussicht.

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