Beste Kriminalstatistik in Osthessen

Polizeipräsident Günther Voß stellte die Zahlen im Polizeipräsidium Fulda vor. Foto: nh

Rekord-Aufklärungsquote 69,6 Prozent - Platz 1 in Hessen

Waldhessen. Grund zur Freude gab es in dieser Woche im Polizeipräsidium Osthessen in Fulda. Denn die am Dienstag vorgestellte Kriminalstatistik 2019 für den Bereich Osthessen (die Landkreise Fulda, Hersfeld-Roteburg und Vogelsberg) kann sich sehen lassen. Es sei „die beste Kriminalstatistik seit Bestehen des Polizeipräsidiums Osthessen“, so Polizeipräsident Günther Voß. Mit einer Aufklärungsquote von 69,6 Prozent hat das Polizeipräsidium Osthessen eine Steigerung um 1,9 Prozentpunkte zum Vorjahr erzielen können. Damit wurden die hervorragenden Ergebnisse der zurückliegenden Jahre nochmals verbessert und eine historische Bestmarke erreicht. Auch im Vergleich aller Polizeipräsidien liegt das Polizeipräsidium Osthessen mit diesem Wert auf dem Spitzenplatz in Hessen. Die Kriminalitätsbelastung bleibt weiterhin auf einem nahezu unverändert niedrigen Niveau. Für das Jahr 2019 wurden in Osthessen 18.055 Straftaten in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Das sind vier Fälle mehr als im Vorjahr. Mit 4.019 Straftaten pro 100.000 Einwohner (2018: 4.017) liegt die Kriminalitätsbelastung in Osthessen allerdings deutlich unter der Zahl des gesamten Bundeslandes Hessen von 5.823.

Im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist die Zahl der Straftaten sogar deutlich gesunken, von 5.353 auf 4.813 bei einer gleichzeitigen Steigerung der Aufklärungsquote auf 68 Prozent. „Die Zahlen belegen erneut, dass das die Polizei in Osthessen - trotz hoher und stetig wachsender Anforderungen und Belastungen – sehr gute Arbeit leistet und Osthessen eine der sichersten Regionen Hessens ist“, sagte Polizeipräsident Günther Voß und bedankte sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit.

Einen Großteil der erfassten Straftaten im Kreis Hersfeld-Rotenburg machen mit 26,1 Prozent Diebstahlsdelikte aus, weitere 20,7 Prozent entfallen auf Vermögens- und Fälschungsdelikte. Im Jahr 2019 liegt die Zahl der Diebstahlsdelikte erstmals seit Bestehen des Polizeipräsidiums Osthessen im gesamten Bereich unter der 5.000-Marke. Erfreulich ist außerdem ein Rückgang bei den Fällen von schwerem Diebstahl, wobei vor allem den Wohnungseinbruchdiebstahl einen historischen Tiefstand verzeichnet. Der starke Rückgang der Fallzahlen seit 2016 dürfte unter anderem auf einen anhaltend hohen Kontrolldruck und intensive Präventionsmaßnahmen im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls zurückzuführen sein. So führten die Mitarbeiter der Fachstelle Prävention des Polizeipräsidiums Osthessen im Jahr 2019 bei 253 Bauherren, Geschäftsleuten sowie Haus- und Wohnungsbesitzern kostenlose kriminalpolizeiliche Beratungen durch. Auch die anhaltende Präventionsarbeit der osthessischen Polizei in den Medien sowie auf Veranstaltungen ist ein wesentlicher Beitrag, Wohnungseinbrüche zu verhindern.

Prävention wird in Osthessen großgeschrieben. Mit PiT (Prävention im Team), Cool sein – Cool bleiben, dem Schultheaterprojekt „Sehnsüchtig“ oder der oftmals maßgeblichen Mitwirkung in Gremien, Arbeitsgruppen, Netzwerken und Runden Tischen leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstelle für Prävention einen wesentlichen Beitrag zur vorbeugenden Kriminalitätsbekämpfung. Mit der Präventionskampagne „SENIOREN SIND AUF ZACK“ hat das Polizeipräsidium Osthessen im Jahr 2018 zudem einen Themenschwerpunkt bei der Prävention für die „Generation 65+“ ins Leben gerufen. Ziel der Kampagne ist es, viele Menschen mit den Kernthemen der Verkehrs- und Kriminalprävention zu erreichen und über bestehende Betrugsmaschen sowie Gefahren im Straßenverkehr nachhaltig zu informieren. Mit Erfolg: Im Jahr 2019 wurden in Osthessen nur sechs Vollendungen durch Anrufe von „Falschen Polizeibeamten“ und sieben Vollendungen durch „Enkeltrick“-Anrufe“ registriert. „Diese Zahlen sind Beleg für die gute Präventionsarbeit der Polizei in Osthessen und zeigen zugleich, dass eine hohe Sensibilisierung in der osthessischen Bevölkerung vorhanden ist“, so Günther Voß. Fast 500 Trickbetrugsanrufe von „Falschen Polizisten“ oder Enkeltrickbetrügern registrierte das Polizeipräsidium Osthessen im Jahr 2019, Tendenz steigend.

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