„Beteiligung der Bürger“

Gerd Joachim Weber, Vertrauensperson des Brgerbegehrens, ber die Sanierung der Rathausfassade in Bebra:Vier Samstagseinstze fr

Gerd Joachim Weber, Vertrauensperson des Brgerbegehrens, ber die Sanierung der Rathausfassade in Bebra:

Vier Samstagseinstze fr ein Aufbegehren der Brgerschaft haben sich auf jeden Fall gelohnt. Man ist ins Gesprch gekommen und das hat Sinn gemacht, denn viele Mitmenschen in unserer Stadt haben ihren Unmut hinsichtlich einer nicht nachvollziehbaren Entscheidung der Stadtmtter und -vter geuert. Schlielich gibt es fr menschliches Handeln ja wohl keine Klausel einer Unfehlbarkeit. Life and learn ist eine bekannte Devise.

Was gbe es nicht alles zu tun in unserem vertrauten Heimatort, um die Lebensqualitt zu sichern oder zu verbessern. Die geplanten Sanierungsmanahmen die Rathausfassade betreffend werden ja nicht aus der Wundertte gespeist sondern resultieren aus den Steuermitteln aller. Also sollte man behutsam damit umgehen.

Eine Instandhaltung ffentlicher Gebude ist eine stndige Aufgabe. Wenn man dann jahrelang nichts in die Erhaltung steckt, darf man sich nicht pltzlich ber die dramatische Auenansicht der Rathausmauern wundern. Die aufflligsten Fotos zeigen allerdings den Zustand, nachdem Statiker bestimmte Bereiche freigelegt hatten, um zu erkennen, was sich hinter der Auenhaut verbergen knnte.Ein Brgerbegehren ist legitim, eine gute und berechtigte Manahme Brgersinn zu frdern, letztlich auch demokratische Mitwirkung zu strken. Eine tiefergreifende ffentliche Errterung in der Vorbereitung zu einem Brgerentscheid war das eigentliche Ansinnen der Vertrauensleute des Vorhabens. Nicht mehr und nicht weniger Beteiligung und Einbindung der Brgerschaft. Davor mu sich niemand frchten, auch nicht vor den Erfrischungsgeldern fr die Wahlvorstnde, geschtzter Herr Horst Gro.

Der derzeitige Verwaltungschef in Bebra glaubt offensichtlich, dieses Recht, mit einem Federstrich, von beauftragten Juristen gestrkt, schmlern zu knnen. Auch sechs Tage nach Verffentlichung der Einschtzung durch Beratung des hessischen Stdte- und Gemeindbundes e.V. haben die Initiatoren des Anliegens diesbezgliche Informationen oder Hinweise nur, aber immerhin, allein durch die Presse. Derartige Miachtung zeugt von einer Geringschtzung des Willens eines Teiles der Brgerschaft durch die gegebene Mehrheit ihrer kommunalen Vertreter. Kalkl oder Selbstschutz oder berhhtes Selbstvertrauen in bekannte Mechanismen, wie wer am lngeren Hebel sitzt? Wir wollen das erfahren, um den Untersttzern des Begehrens Aufklrung zu geben.

Die Aussage wir sind das Volk ist schlielich nicht auf das Territorium der DDR allein zugeschnitten, obwohl es dort erfolgreich war, sich zu rhren. Ich behalte mir vor, in den nchsten Tagen eine natrlich anzumeldende Genehmigung fr eine Sammlung einzuholen, um Rechtshilfe bezahlen zu knnen. Dabei sprechen wir dann wieder auf den Straen und Pltzen unserer Stadt. Das Thema Fassade trgt vielleicht dazu bei, dass wir Bwerschen unser Gesicht wahren und gerade junge Leute erkennen, exemplarisch, was Demokratie bedeuten und ermglichen kann.Gerd Joachim WeberVertrauensperson desBrgerbegehrens

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