„Betrug am eigenen Gemeinwesen“

Von Hans Ries:PRESSEMITTEILUNG* "Stellungnahme zu den neuerlichen Provokationen des rechtsradikalen Schrotthändlers, abgedruckt im Kreisanzeige

Von Hans Ries:

PRESSEMITTEILUNG*

"Stellungnahme zu den neuerlichen Provokationen des rechtsradikalen Schrotthändlers, abgedruckt im Kreisanzeiger

Das beängstigend lange Vorstrafenregister und die vielen registrierten Delikte der Knierims gerade im Bereich Rauschgifthandelund Etlichem mehr, wurden vom Magistrat mit Entsetzen zur Kenntnis genommen. Dennoch hatten die Knierims in der Heringer Stadtverwaltung bis 2004 eine unbegreifliche Vorrangstellung inne, die ich damals unmittelbar und abrupt beendet habe.

Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie erschrocken ich seinerzeit war, als mir das Ausmaß und die Art der Geschäftsbeziehungen zwischen Stadt und Knierims offenbar wurde. Deren Fuhrpark durfte z. B. auf städtische Kosten am städtischen Bauhof betankt werden und wie mir unter Zeugen von dem damals zuständigen Mitarbeiter inzwischen bestätigt wurde, wusste man auch, dass bei den städtischen Aufträgen Mitarbeiter illegal beschäftigt und demnach auch um den Lohn betrogen wurden. Das sei, so wörtlich, das politische Ziel gewesen, weil es angeblich für die Stadt billiger gewesen wäre.

Und weiter befragt, wie man bei der Auftragsvergabe die Konkurrenz ausgeschaltet habe wurde geantwortet, dass man Angebote eingeholt und die Ergebnisse an Knierims weiter gegeben habe, damit die entsprechend anbieten konnten. Die rechtsradikale Haltung wäre seinerzeit nicht aufgefallen bzw. hätten sie nicht ernst genommen.

Das richtig heftige Erschrecken folgt jedoch, wenn man sich die etwa 450 Rechnungen über 158.000 Euro anschaut sowie die Absurdität der Aufträge, das Hintergehen des Magistrats und derBetrug am eigenen Gemeinwesen zugunsten solcher Leute vergegenwärtigt.

Dabei stellt sich zwangsläufig die Frage, mit welchem Ziel und zu wessen Vorteil so etwas in einer öffentlichen Verwaltung überhaupt betrieben wurde? Zum Wohl der Stadt kann es kaum gewesen sein!

Hätte man mir vorher gesagt, dass so etwas (und leider noch viel mehr) in einer öffentlichen Deutschen Verwaltung möglich ist, ich hätte die Leute für verrückt erklärt und um ehrlich zu sein, ich hätte auch dieses Amt nicht angetreten, weil so etwas nicht meine Welt ist.

Aber nun habe ich es angefangen und werde es so durchziehen, wie man es von einem absolut korrekten und geraden Beamten erwarten kann. Die seit 2005 durchweg positiven Ergebnisse der Prüfungen durch das Rechnungsprüfungsamt erfüllen mich durchaus mit Stolz.

Dass auf Antrag der SPD-Fraktion eine Mehrheit des Parlamentes der wichtigen und richtigen Empfehlung des Magistrats in der Sache Knierim nicht gefolgt ist, bestürzt in Anbetracht dessen, was inzwischen passiert und bekannt geworden ist noch viel mehr. So war die rechtliche Prüfung des Fortbestandes des

Erbbaurechtsvertrages, die Forderung nach freiwilliger Herausgabe des Grundstückes und der auch zukünftige Ausschluss von Auftragsvergaben an die Knierims trotz heftiger und eindringlicher Bitten und Warnungen von mir und der WGH dennoch im SPD-Antrag ausdrücklich nicht gewollt.

Für Knierims muss das wie eine Bestätigung gewirkt haben, nämlich dass sie nach einem möglichen Machtwechsel im Rathaus hin zur SPD wieder die bevorzugten Geschäftspartner der Stadt sein werden und alles exakt so weitergeführt wird, wie es vor 2004 der Fall war."

Hans Ries

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Zu diesem Artikel gibt es einen Kommentar von KA-Redaktionsleiter Karsten Knödl: "Nicht jeder Zweck heiligt die Mittel". Lesen Sie HIER

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Mit "neuerlichen Provokationen" meint Ries u.a, dass Detlef Knierim erneut eine Puppe an seinem Schrottplatz aufgehängt hat. Lesen Sie HIER. Dort finden Sie auch alles zur Chronologie des Falle

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* diese Pressemitteilung gibt die Meinung des Verfassers wieder und deckt sich nicht mit der redaktionellen Auffassung des Kreisanzeigers, bzw. muss sich nicht mit ihr decken.

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Eine "Gegendarstellung" von Monika Knierim zu diesem Offenen Brief von Hans Ries können Sie HIER nachlesen ("Mein Mann ist kein Knierim")

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