Bildergalerie: Steinzeitfreunde entzünden erstes Feuer

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Das brennt wie Zunder: Hausen widmet sich der prähistorischen Geschichte seines Ortes.

Hausen. Erstes Feuer bei den Steinzeitfreunden Hausen Oberaula-Hausen. Ein Feuer im heimischen Kamin sorgt heutzutage für ein schönes und gleichzeitig wärmendes Ambiente – für die Menschen in der Steinzeit bedeutete es jedoch viel mehr. Wärme, Licht, Schutz vor Raubtieren und die Möglichkeit, Fleisch zu garen, Werkstoffe herzustellen oder zu härten. Daher war die Fähigkeit, selbst ein Feuer zu entfachen, ein ganz großer Schritt in der Menschheitsgeschichte. Die Steinzeitfreunde Hausen, die sich der prähistorischen Geschichte ihres Ortes widmen, laden daher alljährlich zum ersten Feuer des Jahres ein. Mit seinem großen Horn blies Uwe Bickert auch diesmal wieder zum spannenden Wettbewerb - Karin Fey, Norbert Klaar und Christoph Lippert ließen sich von ihm in die urzeitliche Technik einweisen. Mit einem Feuerstein versuchten sie Funken aus einem Stück Markasit zu schlagen, die möglichst in den Krümeln aus Zunder-Schwamm landen sollten. Relativ zeitgleich zeigte sich bei jedem der Kandidaten ein winziges glühendes Teilchen, das ganz vorsichtig angepustet wurde. Das Glimmen wurde stärker und die Feuermacher legten nun ein Nest aus trockenem Heu nach, das mehr und mehr qualmte. Plötzlich züngelten die ersten Flammen auf, mit denen schließlich trockenes Reisig und Äste entzündet werden konnten – das erste Feuer 2019. „In der Steinzeit hatten sie vermutlich auch nicht jeden Tag schönes Wetter“, witzelte ein Zuschauer über die schwierigen Bedingungen aufgrund des Nieselregens. Mit einem Pavillon und einem aufgespannten Kuhfell schützten sich Lothar Groß und Horst Klinger vor dem Wetter – während der eine Fladenbrot auf einer heißen Ziegel backte, verwandelte der andere ein Stück Rehgeweih zu einer Ahle, die man beispielsweise beim Zusammennähen von Lederstücken einsetzen konnte. Zoe und ihre kleine Schwester Stella bastelten unterdessen schönen Schmuck aus einer Schnur und einer durchbohrten Birkenscheibe. „In diesem Freilichtmuseum darf man die Exponate sogar anfassen“, erklärte Uwe Bickert, „dieses Stück hier haben Menschen bereits vor 500.000 Jahren in der Hand gehabt“, sagte er über ein Artefakt aus der nahegelegenen Fundstelle „Birket“. In einer kleinen Ausstellung zeigten Jürgen Kotz und Klaus Fey von der Hessischen Landesenergieagentur das Modell einer wärmedämmenden Lehmwand aus der Bronzezeit, Dr. Georg Ritter aus Homberg erläuterte Methoden zur Fachwerksanierung mit dem Naturstoff Lehm. Auf dem Sportplatz durften sich die Besucher unter anderem in der Handhabung der Speerschleuder üben oder stärkten sich mit Mammut-Blut, Honigpunsch und Steinzeitwurst.

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