Die Biotonne kommt

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Wer keine Biotonne möchte, sondern die organischen Abfälle auf dem eigenen Grundstück kompostiert, kann einen Antrag auf Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang stellen.

Waldhessen. Ab nächstem Jahr muss jeder Haushalt den braunen Müllbehälter vorweisen oder seinen Unrat kompostieren

Waldhessen. Ab 1. Januar 2015 gibt es in Deutschland eine bundesweite Biotonnen-Pflicht – im Kreislaufwirtschaftsgesetz ist ab dann festgelegt, dass bei allen privaten Haushalten Bioabfälle getrennt zu sammeln sind. Diese Biotonne wird dann – über ­eine Pauschalgebühr – ­monatlich abgerechnet.

Für den Bürger heißt das, in vielen Fällen, tiefer in die ­Tasche greifen zu müssen. Die Bio­tonnen-Pauschale beträgt  50,40 Euro im Jahr für die ­normalgroße 120 Liter-Tonne. Eine auf Wunsch doppelt so große Tonne (240 Liter) kostet 100,80 Euro im Jahr.

Aber Georg Körner, Geschäftsführer vom Abfallwirtschafts-Zweckverband des Landkreises, weist auch an die positiven Seiten: "Eine Leerung einer Restmülltonne kostet 3,72 ­Euro. Wenn Sie den Bioabfall über die Bio­tonne entsorgen, muss die Restmülltonne nicht mehr so oft geleert werden und Sie können in diesem Bereich ­sparen."

Zudem hat man die Möglichkeit, pro Jahr insgesamt 23 Leerungen zu nutzen.Bis Ende des ­Jahres erhält jedes an die Abfall-­entsorgung angeschlossene private Grundstück eine Biotonne – wo es bereits eine braune ­Tonne gibt, kann diese als Biotonne weiter verwendet werden.

Antrag auf Befreiung stellen

Wer seine organischen Ab­fälle in Eigenverwertung auf dem Grundstück durchführt, kann einen ­Antrag auf "Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang" stellen. Danach wird überprüft, ob die Voraus­setzungen für eine Befreiung vorliegen. Ist das der Fall, muss der Eigenkompostierer eine Grundgebühr von 12 ­Euro zahlen.Rein rechtlich darf eine Überprüfung der Voraussetzungen jederzeit stattfinden. Körner verspricht aber: "Wir werden nicht einfach Grundstücke betreten, sondern mit den ­Eigentümern Kontakt aufnehmen."

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