Bouffier unterstützt Festspiel-gGmbH

Der Ministerpräsident hat sich für die Umwandlung der Festspiele in eine gGmbH ausgesprochen.

Bad Hersfeld. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat in einem Brief an den Bad Hersfelder Bürgermeister Thomas Fehling seine Unterstützung bei der Umstrukturierung der Bad Hersfelder Festspiele in eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) zugesagt. „Die Umwandlung der Bad Hersfelder Festspiele in eine gGmbH halte ich aus fachlicher Sicht im Sinne der Festspiele für ein sinnvolles Vorhaben. Dies zeigt auch das Gutachten der Firma Actori aus dem Jahr 2014. Die meisten Großfestivals werden inzwischen als GmbH geführt“, schrieb der Ministerpräsident in dem Brief vom 21. August. Er nennt dabei als Beispiele die Salzburger Festspiele, die Bregenzer Festspiele, das Beethovenfest Bonn, den Heidelberger Frühling, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die Schwetzinger Festspiele, die Händel-Festspiele Göttingen und die Nibelungen-Festspiele Worms. „Die Vorteile einer solchen Ausgründung dürften zunächst vor allem auf Seiten Ihrer Kommune liegen, daneben wird dem künstlerisch-operativen Betrieb die Arbeit deutlich erleichtert. So dürfte die Steuerung des Betriebes deutlich schneller und effizienter zu bewältigen sein als innerhalb einer kommunalen Verwaltung“, heißt es weiter in dem Brief von Volker Bouffier. Weitere Positiva seien: Flexibler Mitteleinsatz, Verbleib von Gewinnen im Unternehmen, Auflösung der Differenz zwischen Haushaltsjahr und übergreifender Saisonplanung (dadurch überjährige Planungssicherheit), Stärkung der Fachlichkeit in den Aufsichtsgremien. Zudem sei die Einbindung weiterer Gesellschafter möglich. „Aus Sicht der Landesregierung kann ich Sie daher in Ihrem Vorhaben nur bestärken und darf Ihnen versichern, dass wir dies gerne wohlwollend begleiten werden“, so der Ministerpräsident. Zwar erscheine es zunächst nicht erforderlich, dass das Land selbst als Gesellschafter der gGmbH beitrete. Als maßgeblicher Zuschussgeber wäre es allerdings sinnvoll und wünschenswert, wenn das Land einen oder mehrere Sitze im Aufsichtsrat bekommen würde. „Ich wäre Ihnen daher sehr dankbar, wenn Sie dies entsprechend in der noch zu konzipierenden Satzung berücksichtigen könnten. Ein möglicher Beitritt des Landes zur Gesellschaft kann dann auch zu einem späteren Zeitpunkt noch erfolgen. Die Förderung der Festspiele wäre damit auch zu keiner Zeit gefährdet“, erklärte der Ministerpräsident in dem Schreiben, in dem er Bürgermeister Thomas Fehling zudem für sein großes Engagement dankte. Der Bad Hersfelder Bürgermeister hatte den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier im Juli in einem Brief um Unterstützung zur Ausgründung der Festspiele in eine gGmbH gebeten und freut sich über die aktuelle Antwort aus der Staatskanzlei. Allerdings seiht es bislang nicht gut für die gGmbH aus: In der Sitzung des Kulturausschusses in dieser Woche wurde der Vorschlag abermals mehrheitlich abgelehnt.

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