Brand zu Schulschließungen: „Unsoziale Politik auf dem Rücken der Kleinsten!“

Jörg Brand, der Fraktionsvorsitzende der FWG-Fraktion im Kreistag, kritisiert die Schulschließungen in der Region. Foto: Archiv

Scharfe Kritik von FWG-Fraktionsvorsitzenden Jörg Brand: Was Landrat Koch macht, ist schäbig!

Waldhessen.  „Die unmittelbar nach der Bundestagswahl bekannt gewordenen Schulschließungen von Landrat Koch (CDU) und der Mehrheit der Schulkommission im Schulentwicklungsplan Hersfeld-Rotenburg, kann man nur als beschämend unsoziale Politik auf dem Rücken der Kleinsten bezeichnen“, so der Fraktionsvorsitzende der FWG-Fraktion im Kreistag, Jörg Brand.

Dorfschulen seien wichtig für die Gemeinschaft im Ort und ­dessen Zukunft. Kinder ­knüpfen Freundschaften und nutzen die Angebote der ­örtlichen Vereine. „Auch für die Eltern bietet eine Schule ­Kontaktmöglichkeiten mit anderen Familien, sei es bei Schulfesten oder durch ­Ehrenämter. Dadurch ist die Identifikation mit den kleinen Schulen besonders hoch und es lässt sich eben gerade nicht sagen, dass nur große Schulen gute Schulen sein können“, so Brand entschieden. Das wünschenswerte Prinzip für Grundschüler „kurze Beine – kurze Wege“ müsse daher weiter Bestand haben.

Brand: „Wenn der CDU-Landrat Koch nicht müde wird, bei dem Thema Schulschließungen mit der Erhöhung der Kreis- und Schulumlage zu drohen, so ist dies schäbig! Schäbig gerade deswegen, weil man weiß, dass er für ­viele andere Dinge auf seiner Agenda Geld eimerweise rausschmeißt.“

Auch dass CDU und Grüne in den letzten Kreistagssitzungen den FWG-Antrag gegen eine Schließung der Schule in Heimboldshausen ablehnten hätten, zeuge laut Fraktionsvorsitzenden von deren geistigen Haltung gegenüber den Schüler im Landkreis.

„Wenn Sie, Herr Koch, weiter Schulgemeinschaften zerstören und Gemeinden unseres Kreises noch weiter abhängen wollen, dann sollten Sie auch mal die Kosten für die dann leerstehenden Gebäude, Sporthallen und die Neuausrichtung des Schülerbusverkehrs dem geplanten Irrsinn gegenüberstellen“, so Brand weiter.

Die Grundlage allen Übels sei die vom CDU-geführten Kultusministerium in Wiesbaden ausgearbeitete „Verordnung über die Festlegung der Anzahl und der Größe der Klassen, Gruppen und Kurse in allen Schulformen“. In der seien neben den Schülerhöchstzahlen auch die Schülermindestzahlen für eine Klasse ge­regelt. „Diese Schülermindestzahlen, sind aber schon lange überholt. Heute ist festzustellen, dass die CDU/Grüne-Landesregierung die Anpassung der Schülermindestzahl nach unten – auf realitätsnahe Maßstäbe – wieder einmal verschlafen hat“, kritisiert Brand weiter.

Das CDU-geführte Kultus-­ministerium sei nun in der Pflicht, die Schülermindestzahlen in der Verordnung den realen Gegebenheiten des ländlichen Raumes anzupassen um somit dauerhaft die Schließung von Schulen auszuschließen. Das sollte der Kreistag laut Brand als Appell an die Verantwortlichen in Wiesbaden umgehend beschließen.

„Einer weiteren Ausblutung des Werratals und des ländlichen Raumes muss Entschieden entgegengetreten werden. Die Schulschließung von heute ist die beschleunigte Abwanderung der Bevölkerung und der Gebäudeleerstand in kleineren Orten von morgen. Daher lehnt die FWG im Landkreis Hersfeld-Rotenburg die Schließung von Schulen generell kategorisch ab“, so Jörg Brand abschließend.

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