Breitband-Gipfel in Friedewald

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Über 100 Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft waren beim 1. Breitband-Tag für Kommunen in Friedewald

Friedewald. Am vergangenen Mittwoch fand in Friedewald der 1. nordhessische Breitband-Tag  für Kommunen statt. Über 100 Teilnehmer bekamen einen interessanten Ausblick auf die Zukunft des Internet-Ausbaus geboten.Nach einer Einführung durch Moderator Claus Peter Müller von der Grün durfte Landrat Dr. Michael Koch die zahl-­reichen Gäste aus Politik und Wirtschaft begrüßen. Dr. Koch freute sich über das rege ­Interesse: "Das zeigt, wie wichtig das Thema Breitband inzwischen ist." Hauptziel der parteiübergreifenden Zusammenarbeit ist eine ­schnelle ­Internetversorgung dort, wo es derzeit noch keine gebe. Dr. Koch ­glaube, dass man keine "Autobahnabfahrt" an jedem Dorf brauche, eine flächendeckende 30Mbit­-Versorgung sei zunächst vollkommen ausreichend. Außerdem prophezeite der Landrat einen baldigen Start: "Die ­Finanzierung ist nun ge-­sichert, es kann also wirklich bald losgehen." Dass dies wirklich der Fall sei, be-­stätigte auch Kathrin Laurier, Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen GmbH, und Frank Richter, der Geschäfts-­führer der Netcom Kassel, in ihren Fachvorträgen.

Etwa 380.000 Haushalte und rund 50.000 Gewerbebetriebe profitieren durch den Ausbau in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner, Kassel, Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg.Zunächst werde das Netz Geschwindigkeiten von bis zu 50Mbit/s erlauben. "Wir können, sobald eine Freigabe durch die EU vorliegt, auch bis zu 100Mbit/s anbieten", erklärte Laurier.

Vor den zahlreichen Fachvorträgen sprach Staatssekretär Mathias Samson. Er lobte die bisherige Arbeit an dem Projekt "Breitband Nordhessen" European Breitband-Wards und bezeichnete den Gewinn des European Broadband Award im vergangenen Jahr als weiteren Meilenstein in die richtige Richtung.Doch Samson warnte auch vor weiteren Schwierigkeiten, die es zu bewältigen gilt: "Am Ende reicht es nicht, Glasfaser in die Erde zu legen. Am Ende muss man damit ein Geschäft machen." Derzeit laufe die Ausschreibung noch, man glaube aber daran im Sommer mit dem Spatenstich die Arbeiten beginnen zu können. Ab dem kommenden Jahr sollen dann rund 2.500 Kilometer Glasfaser in ganz Nordhessen verlegt ­werden.Gäste waren neben Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke zahlreiche Bürgermeister aus dem Landkreis – unter anderem Uwe Hassl aus Bebra, Christian Grunwald aus ­Rotenburg, Volker Jaritz aus Breitenbach am Herzberg oder Manfred Koch aus Kirchheim.

Fotos von Rick Fröhnert:

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