BSB-Schüler gewinnen bei „Jugend gründet“

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Von links: Hannah Röse, Annalena Lorenz, Leah Koch und Nick Wirth von den Beruflichen Schulen Bebra überzeugten mit ihrer Geschäftsidee „Smart Room Outfitter“.

Beim Pitch Event in Leipzig kamen die Schüler aus Bebra auf Platz 1

Bebra/Leipzig. Neun spannende Geschäftsideen präsentierten neun Schülerteams aus Hessen (Geisenheim, Bebra, Bad Arolsen), Bayern (Donauwörth, Mühldorf am Inn), Sachsen-Anhalt (Sangerhausen), Nordrhein-Westfalen (Dortmund) und Sachsen (Elterlein) der „Jugend gründet“-Jury im Festsaal im Neuen Rathaus Leipzig. Nick Wirth, Leah Koch, Annalena Lorenz und Hannah Röse, Schüler der Beruflichen Schulen Bebra wurden beim „Jugend gründet“ Pitch Event in Leipzig für die Präsentation ihrer Geschäftsidee mit Platz 1 ausgezeichnet.

Die Produktidee des Bebraer Teams, das sich den Namen „Smart Room Outfitter (SRO)“ gab, ist eine App zur einfachen, schnellen und präzisen Berechnung von Flächen mit integriertem Einkaufsmenü für die genaue Menge an Material für die jeweils berechnete Fläche. Das Produkt bietet einen Rundum-Service von der Planung über die Auswahl bis zur Materialbestellung und Ausführung. Sie wollen den Menschen ein stressfreies, zeitsparendes und leichtes Planen und Renovieren von Räumen ermöglichen, bei dem sie ihre Vorstellungen und Wünsche personalisieren können. „Wir bringen den Baumarkt auf die Baustelle“, erklärten sie der „Jugend gründet“ Jury. Die Jury zeigte sich beeindruckt, weil „die Präsentation der Bebraer Schüler im Kopf bleibt“, das Team Fragen „wie aus der Pistole geschossen“ beantworten konnte, bereits über erste Kundengespräche berichtete und der Businessplan eines der überzeugendsten Nachhaltigkeitskonzepte beinhaltete.

Während des Wettbewerbs betreut und auch nach Leipzig begleitet wurden die Schüler von ihrem Lehrer Frank Wagner. „Wirtschaft muss man in Zusammenhängen denken, und das genau ist es, was Jugend gründet vermittelt“, erklärte „Jugend gründet“-Projektleiterin Franziska Metzbaur in ihrer Laudatio. Sie dankte dem Bundesministerium für Bildung und Forschung für die Weitsicht, „Jugend gründet“ bereits im 16. Wettbewerbsjahr zu fördern und damit zu einem Zeitpunkt begonnen zu haben, die Themen Gründung und Innovation in die Schulen zu bringen, als die meisten mit dem Begriff Start-up noch gar nichts anfangen konnten. Komplexe Problemlösungskompetenz, kritisches Hinterfragen des Status quo und Kreativität; diese drei seien Schlüsselqualifikationen für ein erfolgreiches und glückliches Leben. „Mit der Erarbeitung eigener Geschäftsideen, der Übersetzung der Ideen in konkrete Handlungspläne und den Pitches haben die Teams gezeigt, dass sie diese Qualifikationen alle quasi schon gemeistert haben“, konstatierte Franziska Metzbaur. Von den vorgestellten kreativen Ideen begeistert zeigte sich Holger Gasse, Stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises für Schule und Sport im Sächsischen Landtag, in seinem Grußwort. Er unterstützt „Jugend gründet“ seit mehreren Jahren aus ganzem Herzen, auch um mitzuhelfen, in Deutschland ein gründerfreundliches Klima zu schaffen. Neben der Produktidee des Teams aus Bebra wurden Ideen für eine Apparatur für Motorradscheinwerfer vorgestellt, der auch bei Schräglage in gleichem Lichtkegel strahlt, für ein Plug-in für Videospiele für Menschen mit Sehbehinderungen, Ohrenstöpsel, die Tinnitus von Patienten unterdrücken, eine mobile Sichtschutzwand gegen Schaulustige vor allem auf Autobahnen, ein in Einbauküchen integrierter Tritt-hocker, eine Dienstleistung für den Umbau von Schuhen zu smarten Schuhen, eine App für den Arbeitsmarkt der Zukunft, und ein Bauteil für Fahrzeugradkästen, welches vor Eisbildung im Winter schützt.

Außer dem Pitch Event in Leipzig gab es in der Vorwoche bereits ein Pitch Event in Berlin. Der dritte und letzte Pitch Event wird am 11. April in Oberkochen stattfinden. Die Pitch Events sind die Belohnung für die Teams mit den besten von 739 Businessplänen, die im Wettbewerbsjahr 2018/2019 bei „Jugend gründet“ eingereicht wurden.

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