Schenklengsfelds Bürgermeisterkandidat fordert: Buchwald und Hüttenbachtal erhalten

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Udo Langer.

Schenklengsfelds Bürgermeisterkandidat Udo Langer zur Absicht von HessenForst, im Buchwald Windkraftstandorte zu vermarkten:

Nun ist es doch soweit! Die Vorranggebiete für Windenergie, HEF 37 und HEF 39 im sogenannten Buchwald sollen voraussichtlich im Sommer/Herbst 2017 potentiellen Windenergiebetreibern angeboten werden. Sechs Wochen später soll dann der Zuschlag erteilt werden. So jedenfalls steht es in einem Informationsschreiben vom 18. Mai von HessenForst an den Gemeindevorstand der Gemeinde Schenklengsfeld. Rotmilan, Schwarzstorch und seltene Amphibien haben offensichtlich nicht ausgereicht, um vom Bau von Windkraftanlagen im Bereich eines wunderschönen Stückes Natur „dem Hüttenbachtal“, abzusehen.

Auch der Slogan von HessenForst „mehr Wald, mehr Mensch“ muss wohl davor zurückstehen. Sicherlich ist die Windenergie zurzeit die effektivste Methode der regenerativen Energiegewinnung und auch geeignet, die Energiewende maßgeblich zu unterstützen. Aber bei aller Euphorie darf der Schutz der benachbarten Bürger, die Erhaltung des Waldes und seiner Bewohner nicht zurückstehen. Hier ist Ausgewogenheit gefragt. Aber es wird eine Vorrangfläche für Windenergie nach der anderen so schnell wie möglich belegt, ohne den Transport des erzeugten Stromes in alle Teile der Republik gesichert zu haben. Es werden überhastet Tatsachen und damit Belastungen für die nächsten Jahrzehnte geschaffen.

HessenForst möchte im Vorfeld des Vergabeverfahrens auf Anregungen und Hinweise der benachbarten Kommunen eingehen und diese berücksichtigen; so steht es im Informationsschreiben von HessenForst. Meine Anregung dazu ist: Die in Schenklengsfeld erzeugte Menge an regenerativer Energie ist schon weit höher als der Eigenverbrauch; damit hat Schenklengsfeld sein Soll erfüllt. Der akzeptierte Standort für Windkraftanlagen in Schenklengsfeld ist der sogenannte Eichberg.

Hier stehen die älteren Windmühlen für ein Repowering an, das heißt Ersatz durch höhere und leistungsfähigere Anlagen. Ich würde es sehr begrüßen, wenn das Regierungspräsidium das Repowering am Eichberg unterstützt und HessenForst auf die Vermarktung der Windvorranggebiete HEF 37 und HEF 39 beiderseits des Hüttenbachtales verzichten würde.

Die benachbarten Bürger und die einzigartige Natur des Buchwaldes würden es ihnen danken. HessenForst möchte, soweit mit seinen Zielen vereinbar, Hinweise und Anregungen der benachbarten Kommunen berücksichtigen. Deshalb fordere ich unsere Schenklengsfelder Bürger auf, ihre Anregungen zur Vermarktung der Windvorranggebiete im Buchwald HessenForst mitzuteilen. Die E-Mail Adresse lautet: Landesbetrieb@forst-hessen.de

Udo Langer Schenklengsfeld

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