Bürger-Initiative setzt sich für Orthopädie ein

Die Orthopädie Bad Hersfeld.

Der Finanzexperte der BI Hans-Jürgen Schülbe und Meike Wienhold zur "Ortho" Bad Hersfeld.

Bad Hersfeld. „Die Orthopädie, hier am Standort Bad Hersfeld, ist kerngesund. Das zeigt der jetzt veröffentlichte Geschäftsbericht der Orthopädie von 2017“, so der Finanzexperte der BI Hans-Jürgen Schülbe, „doch nach einer Verlagerung ins Rotenburger HKZ wird dies nicht mehr der Fall sein.“

„Allein das Eigenkapital der Ortho mit knapp 5 Millionen Euro finanziert zu zwei drittel das gesamte Vermögen und die Ortho erwirtschaftet weiterhin Jahresüberschüsse im sechststelligen Bereich.“ Die Auslastung in 2017 war wieder gut. Bemerkenswert ist, dass 43 Prozent der Patienten von außerhalb kamen. Das liegt an der hervorragenden Arbeit des Teams der Orthopädie und natürlich an der einzigartigen Atmosphäre dieses 40-Betten Hauses. „Man kann auf diese Orthopädie wirklich stolz sein“, so Meike Wienhold, Sprecherin der BI. „Wir können gar nicht oft genug hervorheben, was für ein Juwel wir hier in Bad Hersfeld haben. Für 2018 hat die Orthopädie erneut die Auszeichnung für überdurchschnittlich gute Behandlungsqualität für Knie- und Hüft-Gelenkersatz von der AOK-Hessen erhalten – die 3 AOK-Bäumchen. Das ist nicht selbstverständlich. Es gibt nur wenige Kliniken, die so konstant immer wieder diese hohe Auszeichnung erhalten.“

Obwohl die Geschäftsführung des Klinikums immer wieder beteuert, dass es bei der geplanten Standortverlegung der Orthopädie ausschließlich um die Zukunftssicherung der Orthopädie ginge – lesen nun im Geschäftsbericht 2017, dass die Standortverlagerung nach Rotenburg das Gesamtkonzept unterstützen und die Zukunftsfähigkeit der Standorte Bad Hersfeld, also des Klinikums und Rotenburgs, also des HKZs sichern soll. „Klarer und entlarvender kann man es nicht ausdrücken“, so Schülbe.

„Es geht also doch darum, im Zweifelsfall die Orthopädie dem Gesamtkonzept zu „opfern“ meint Meike Wienhold – „Denn es ist völlig klar, dass die Patienten, die heute die Orthopädie in Bad Hersfeld wählen, weil sie sich dort, aufgrund der kleinen Einheit, sicher fühlen, Rotenburg nicht mehr wählen werden. Besonders die Patienten von außerhalb, werden nicht in ein Großklinikum in Rotenburg gehen, denn das finden sie in ihrer Nähe auch.“ Es ist bekannt, dass sich das HKZ weiterhin in schweren Fahrwassern befindet. Wir halten es für unverantwortlich, das kerngesunde Unternehmen „Orthopädie Bad Hersfeld GmbH“ der Gefahr auszusetzen, im geplanten Gesamtkonzept unterzugehen. Deshalb wird sich die BI zum Erhalt der „Ortho“ weiterhin, mit allem Nachdruck, für den Erhalt des Standorts in Bad Hersfeld, im oberen Kurpark, einsetzen.

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