Positiv in die Zukunft: Frank Rößing will Bürgermeister werden

Bürgermeisterkandidat Frank Rößing beschreibt sich als bodenständig und sieht für sich und seine Familie auch zukünftig in Ludwigsau seinen Lebensmittelpunkt. Foto: nh

Ehrlich. Echt. Sachorientiert. Frank Rößing aus Rohrbach kandidiert als Bürgermeister von Ludwigsau.

Rohrbach.  Die Natur im idyllischen Waldhessen liegt ihm sehr am Herzen – doch das ist nicht das Einzige. Sein Herz schlägt auch für seine Heimatgemeinde Ludwigsau. Deshalb ließ sich Frank Rößing ebenfalls als Kandidat für die Wahl des neuen Bürgermeisters in Ludwigsau aufstellen.

Der 50-Jährige lebt mit seiner Frau und seinen 9- und 19-jährigen Söhnen und deren Großeltern in einem Mehrgeneratinonehaus – getreu dem Motto „miteinander statt allein“. Seit 25 Jahren betreibt er seinen eigenen Garten- und Landschaftsbaubetrieb und hatte damit sein Hobbie auch zum Beruf gemacht. „Ich habe meine Ziele in meinem grünen Beruf erreicht. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, mich einer neuen Aufgabe zu widmen“, erklärt Rößing im Gespräch mit dem KA.

Dank der Schuldenfreiheit und der soliden kommunalpolitischen Arbeit der vergangenen Jahre habe die Gemeinde Ludwigsau eine gute Basis für die zukünftige Weiterentwicklung ihrer Infrastruktur, sagt Rößing. Sehr oft liege der Schlüssel zu Lebensqualitätsverbesserung in überschaubaren Strukturänderungen. Ein Beispiel wäre ein Kleinbusservice als Gemeinschaftsprojekt von Einkaufscenter-Betreibern und der Gemeinde für ältere, nicht mehr mobile Bürger. Durch regelmäßige, zielgerichtete Gespräche mit Bürgern vor Ort, bei denen zwischen Wünschenswertem und Machbarem unterschieden werden solle, will Rößing mehr Bürgernähe leben. „Als Bürgermeister hat man eine Mittlerfunktion. Er sollte die Anliegen des Gemeindevorstands, des Gemeindeparlaments und der Bürger einen und die Bürger sollten beim Entscheidungsprozess mit einbezogen werden“, fährt er fort.

Das Wir-Gefühl stärken

Wichtig sei für den Bürgermeisterkandidaten, durch pragmatischere Vorgehensweise seitens der Verwaltung Eigeninitiativen von Ludwigsauern zu fördern statt sie abzubremsen, um somit das Wir-Gefühl zu stärken. In seiner Freizeit engagiert sich der Rohrbacher als Vorsitzender des Bad Hersfelder Imkervereins, außerdem ist er gern zum Jagen im Wald und rudert im Ruderverein.

Zu hohe Straßenbeiträge

Zum Thema Anliegergebühren meint Rößing, dass durch die Straßenbeitragssatzungen oft ungerecht hohe, finanzielle Härten entstünden, die viele Bürger, insbesondere Ältere, überfordern. Viel besser wäre es, diese Lasten auf breitere Schultern zu verteilen, in dem man auf Landesebene die Schlüsselzuweisungen zweckgebunden für Städte und Kommunen erhöhe.

Im laufenden Haushaltsjahr 2018 erhalte Ludwigsau aus der Hessenkasse zusätzliche Mittel von ca. 1,5 Mio. Euro, die in der Gemeinde Ludwigsau in infrastrukturelle Verbesserungen investiert werden können. In vielen anderen verschuldeten Kommunen müsse das Geld für Zins und Tilgung verwendet werden. „Solidität zahlt sich eben doch langfristig aus“, bilanziert Rößing. Deshalb lehne er „Luftschlösser“, „Klientelpolitik“ und „Wahlgeschenke“ kategorisch ab. „Von vernünftigen, maßvollen und ressourcenorientierten Entscheidungen würden alle Ludwigsauer durch Attraktivität und Zukunftssicherheit ihrer Heimatgemeinde profitieren“, sagt Rößing abschließend.

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