Bürgermeisterwahl in Hohenroda: Gespräch mit Kandidat Uwe Metz

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Uwe Metz hier an der Straße Zum Strauch in Ausbach. Bei der Straßensanierung wurde hier laut Metz nicht gut genug gearbeitet.

Neben Amtsinhaber Andre Stenda will auch Uwe Metz die Geschicke der Gemeinde Hohenroda in Zukunft leiten.

Hohenroda. Als zweiten Kandidaten gehen wir auf den seit 55 Jahren in Hohenroda lebenden Uwe Metz ein, der Hohenroda als seine Heimat bezeichnet. Er tritt neben Amtsinhaber Andre Stendaund Kandidat Frank Gösselzur Bürgermeisterwahl an.

Eins der größten Anliegen von Metz sind die Zustände der Straßen sowie die damit verbundenen Straßenbeiträge, die von den Anwohnern erhoben werden.

„Es wurde schlicht versäumt, Leerrohre zu verbauen, um in Zukunft mal Glasfaser für schnelle Internetanschlüsse zu verlegen“, beschwert sich Metz auf der Straße Zum Strauch in Ausbach, die im Herbst 2018 fertig wurde. „Ich sehe nicht, wie die Straße noch 40 Jahre halten soll, wenn ich hier sehe, wie die Bauaufsicht geschlampt hat.“

Bei dieser Erklärung weist er auf vorhandene Kanten bei Abflussgittern, die Positionierung eines Schildes am Wegesrand und die fehlende Verbindung zwischen zwei Kanälen hin, die Gullideckel in der Straße haben.

„Nun sollen im Sommer Internetanschlüsse per Funk kommen, wo ein 50 Mbit/s-Vertrag etwa 50 Euro kostet – mit einem Volumen von 60 Gigabyte. Es erschließt sich mir nicht, was mit den Geldern im Haushalt für Breitbandplanung passiert“, so Metz.

Beim Straßenbau will sich Metz für einen völligen strukturellen Wechsel einsetzen. „Wenn man regelmäßig die obersten vier Zentimeter abfräst und neu macht, erhöht das die Lebensdauer der Straße, insofern vom Grund her alles in Ordnung ist.“ Ein Umdenken müsse erfolgen. „Ich stelle es zudem in Frage, dass es sich Hohenroda nicht leisten kann, auf die Straßenbeiträge zu verzichten“, erklärt Metz, „Kommunen waren die letzten 15 bis 20 Jahren unterfinanziert. Der Schutzschirm und die Hessenkasse reichen da nicht aus, aber egal wie man es macht, Straßenbeiträge sind ungerecht.“

Daher fordert Metz: „Die Straßen stehen allen zur Verfügung, nicht nur den Anwohnern, also muss das Land das machen oder die Kommunen finanziell mehr stärken.“ Um für mehr Transparenz zu sorgen, sollen laut Metz in Zukunft nicht nur die Anträge der Fraktionen online einsehbar sein, sondern auch, wie jede Fraktion zu jedem Antrag Stellung bezieht. Als Beispiele, wo das schon passiert, nennt er Bad Hersfeld und Friedewald.

Statt einem Windpark zwischen Mansbach und Oberbreitzbach zieht Metz einen Solarpark wie in Friedewald vor. „Dieser würde nicht die Aussicht verschandeln“, meint der Ausbächer.

„Alle Verkehrsadern führen an Hohenroda vorbei, daher sollte man auf Gewerbe setzen, das keine nötige Infrastruktur braucht“, fordert Metz. Schade sei es außerdem, dass alle Lebensmittelmärkte um Hohenroda verteilt seien.

Für die Jugend stellt sich Metz eine Jugendscheune als Jugend-/Freizeitzentrum vor, das in Eigenverantwortung hergerichtet wird sowie eine Stärkung der Vereine.

Das vollständige Wahlprogramm und weitere Infos gibt es im Internet unter https://www.uwemetz-hohenroda.de/.

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