Endspurt zur Wahl

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Zum bevorstehenden Wahlsonntag fassen die sieben Direktkandidaten des Wahlkreises 169 noch einmal kurz und prägnant ihre Ziele zusammen

Merra-Meißner-Kreis/Waldhessen. Am Sonntag, 24. September, findet die Bundestagswahl in Deutschland statt. Um 8 Uhr öffnen die Wahllokale, bis 18 Uhr können die Bürger an den Wahlurnen über die künftige Zusammensetzung des Bundestages entscheiden. Im Wahlkreis 169 (Werra-Meißner/Hersfeld-Rotenburg) sind 180.200 Wähler aufgerufen, ihr Kreuz für ihren Favoriten zu setzen. Sieben Kandidaten treten diesmal an, um den Wahlkreis in der kommenden Legislaturperiode im Bundestag zu vertreten: Michael Roth (SPD), Timo Lübeck (CDU), Manfred Lister (FPD), Martina Selzer (Grüne), Dr. Emmanuel Anyangwe Ngassa (FWG), Sabine Leidig (Die Linke) und Stefan Wild (AfD). In der heutigen Ausgabe stellen sich die Kandidaten noch einmal den Wählern vor und beantworten die Frage: „Warum sollen sich die Bürger für Sie entscheiden?“

Michael Roth (SPD): "Sicher auf jedem Parkett"

Seit 1998 bin ich als direkt gewählter Abgeordneter für Sie unterwegs. Ob vor Ort beim Festkommers oder am Redepult des Bundestages in Berlin: Meine Arbeit macht mir viel Freude. Seit 2013 bin ich Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, sitze am Kabinettstisch und nutze meinen direkten Draht zu anderen Ministerinnen und Ministern zum Wohle meines Wahlkreises. In den vergangenen Jahren flossen erhebliche Bundesmittel in die Region. Damit können vor Ort viele gute Ideen verwirklicht werden. Aber es bleibt noch viel zu tun: Beste Bildung – kostenfrei, unabhängig vom Wohnort und Geldbeutel der Eltern – ist mir ein Herzensanliegen. Ich kämpfe weiter für gerechte Löhne, sichere Renten, flächendeckende Gesundheitsversorgung und gute Infrastruktur auf dem Land. Auf meinen vollen Einsatz können Sie zählen!

Timo Lübeck (CDU): "100% für unsere Heimat"

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg deutlich mehr profitieren, wenn es einen heimischen CDU-Abgeordneten im Bundestag gibt. Für unsere Anliegen – vom Straßenbau, der Breitbandausstattung bis zur ärztlichen Versorgung – werde ich mich in Berlin einsetzen. Deutschland steht gut da – trotz aller Herausforderungen in einer immer komplizierteren Welt. Die große Mehrzahl der Bürger ist mit ihrer Lebenssituation zufrieden. Unser Ziel ist, dass dies so bleibt. Gleichzeitig behalten wir die Menschen im Blick, die unsere Hilfe brauchen. Wir arbeiten für ein erfolgreiches und sicheres Land, in dem man gut wohnen, arbeiten und leben kann. Mit Angela Merkel bleibt Deutschland ein verlässlicher Stabilitätsanker in Europa. Rot/Rot/Grün wäre dagegen ein Abstiegsmodell.

Manfred Lister (FDP): "Denken wir neu"

– Ausbau des ganztätigen qualifizierten Betreuungsangebots ab dem frühkindlichen Alter

– Investitionen in eine zeitgemäße digitalisierte Ausstattung der Schulen – Kontrolle der Einhaltung der Schulpflicht

– Flächendeckende Bereitstellung notwendiger digitaler Infrastruktur

– Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur

– Sicherstellung der ganztägigen Besetzung aller Polizeistationen im ländlichen Raum – Stopp des Ausbaus der Windkraft

– Erhalt einer flächendeckenden ärztlichen Versorgung in ländlichen Gebieten – Wechsel von einem starren zu einem flexibleren Übergang in den Ruhestand – Verlagerung von Verwaltungen aus der Metropolregion Rhein-Main in den ländlichen Raum

– Verbesserte Bahnverbindungen aus unserer Region in die Ballungszentren – Erhalt von mittelständischen land- und fortswirtschaftlichen Betrieben

Martina Selzer (Bündnis 90/Die Grünen): "Klimaschutz jetzt!"

Nur mit den Grünen: Endlich Klimaschutz, mehr Gerechtigkeit, echte Integration und ein Europa, das zusammenhält! Wir leben in einem tollen Land in Frieden, Freiheit und Wohlstand. Damit es so bleibt, müssen wir jetzt entschieden handeln. Mit ernsthaften Schritten gegen die Klimakrise – damit wir eine humanitäre, ökologische und wirtschaftliche Katastrophe verhindern. Mit guter Bildung von Anfang an für mehr Chancengerechtigkeit. Damit unsere Gesellschaft nicht noch weiter auseinanderdriftet. Es darf nicht entscheidend sein, in welchem Elternhaus ein Kind aufwächst! Und: Deutschland muss sich an den Krisenherden der Welt mit echter Friedensarbeit engagieren und konsequent Mittel und Fachleute dafür bereitstellen. Daher: Stopp von Rüstungsexporten, mehr Geld für echte Entwicklungszusammenarbeit!

Dr. Emmanuel Anyangwe Ngassa (FWG): "Bürgerwille, Ja!"

Die Prioritäten liegen in der medizinischen Versorgung der ländlichen Bevölkerung, weil die Menschen immer älter werden, die Zahl der Ärzte aber abnimmt, sowie im Bereich Jugend, Familie und Arbeit. Hier möchte ich der Landflucht entgegenwirken. Als Ziele habe ich mir gesetzt: – Politik mit Beteiligung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus dem Wahlkreis, nach bestem Wissen und Gewissen, ohne Parteibuch, Willkür, Ideologien und Kommandos von oben. – Endlich die Steuergesetzgebung entsprechend ändern, für mehr Chancengleichheit, mehr Bildung, mehr Lohngerechtigkeit, mehr Wertschätzung, mehr Bürgerbeteiligung. – Unternehmerische Anreize schaffen. Das Fördergefälle zu den neuen Bundesländern konstruktiv entschärfen. Mit Hilfe von EU, Bund und Land für eine bestimmte Zeit auf die Gewerbesteuer verzichten. Den Zuzug junger Familien durch den Verzicht auf die Grundsteuer für einen bestimmten Zeitraum fördern.

Stefan Wild (AfD): "Volkes Stimme sein!"

Die Kultur und die Leistungen der Deutschen gelten immer weniger. Das deutsche Volk wird fremd in den eigenen Städten. Bleiberecht und Staatsbürgerschaft werden vergeben, ohne dass zuvor ein erfolgreicher Integrationsprozess erfolgt sein muss. Abgeschoben werden nur ganz wenige und reisen dann einfach wieder ein. Statt Rente für Deutsche werden Illegale alimentiert. Das Volk hat politisch nichts zu entscheiden und haftet für die Schulden anderer. Eine verkorkste Energiepolitik kostet Milliarden. All das stört mich. Deshalb will ich mit der AfD

• eine Einwanderungspolitik wie Kanada oder die Schweiz

• sichere Außengrenzen

• eine Energiepolitik, die Effizienz sicherstellt und nicht nur Geld vernichtet

• Volksentscheide auf Bundesebene

• eine Familienpolitik, die wieder Lust auf Kinder macht. Damit es unser Deutschland bleibt.

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